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den damals einführten. Um die Veranlassung zur Einführung diesesInstitutes hei allen Heeren zu werden, wurde die Schrift „allenChefs des Militair-Medicinalwesens" gewidmet. —
Ich fasste zu dieser Zeit den Beschluss, von Zeit zu Zeit inbesonderen Brochüren die verschiedenen Branchen des PreussischenMilitair-Medicinalwesens zu beleuchten. Um dasselbe aber in allenStaaten näher kennen zu lernen, hielt ich eine Keise in dieselbenfür nothwendig, welche ich am 1. Juni 1847 antrat. Ich knüpftein allen Hauptstädten die Bekanntschaft mit den Chefs des Militair-Medicinalwesens und mit den Ober-Militairärzten an. Ueberallwurde ich mit Freuden aufgenommen. Man besprach mit mirdie Zustände und Mängel; überall hatte man Ursache zu klagenund Wünsche. Man begnügte sich nicht damit, dass ich dieselbenbei der Unterhaltung mit dem technischen Vorgesetzten einfliessenlassen möchte, sondern man drang in mich, auch die resp. Fürstenvon ihren Wünschen in Kenntniss zu setzen, wozu ich mich be-reit erklärte. So erhielt ich Audienz beim König Ludwig inMünchen am 5. Juni 1847, beim Prinzen Friedrieh von Würtem-berg am 10. Juni, beim Herzog von Nassau am 18., beim Königevon Sachsen und dem Prinzen Johann am 29. Juni. Ein beson-deres Interesse für das Militair-Medicinalwesen bewiesen die Königevon Baiern und von Sachsen, die sehr eingehend in die ihnen be-kannten Verhältnisse sich mit mir unterhielten. In Baiem wardurch den König, der meine Eeformschriften kennen gelernt hatte,bereits eine Commission zur Begutachtung meiner Vorschläge undihrer etwaigen Anwendung anbefohlen worden. — Zur allmäligenEinführung der Chirurgen- oder Lazareth-Gehülfen als Sanitäts-Soldaten hat meine Schrift sehr viel beigetragen. — In vielenZeitungen und in den Organen der Militairärzte wurde meiner Be-strebungen belobigend erwähnt, ich als Reformator gefeiert. Erstam 21. Juli, also nach länger als 7 Wochen kehrte ich nachDüsseldorf zurück zu meiner Familie, nachdem ich auf der Rück-reise mich noch in Berlin, Hannover und Braunschweig aufgehaltenhatte. — In Berlin längere Zeit zu bleiben, hatte ich um so mehrVeranlassung, als mir sehr darum zu thun war, zu erfahren, welche