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und das Cornpagnie-Chirurgen-Wesen beseitigt werden, das obgleichder Ausübung des Sanitätsdienstes in der Armee nachtheilig undden ärztlichen Stand herabwürdigend, von Seiten der Behörde auf-recht zu erhalten gesucht wurde, um jeder Compagnie ein Subjectgeben zu können. Um dies auszuführen, wurde bei dem bereitseintretenden Mangel an solchen, ungeachtet der von Eust im Jahre1822 bereits eingerichteten und im Jahre 1849 wieder aufgehobenenChirurgenschulen, welche manchen besser unterrichteten Chirurglieferten, bei der Annahme solcher Subjecte der Anspruch an ihrWissen bei der Prüfung um so mehr heruntergestellt, als derMangel zunahm und, mirabile dictu, durch Circular der Behördevom 31. December 1843 gestattet, Chirurgen-Gehülfen mit einerZulage von 2 Thlr. zu ihrem Sergeantengehalt zu substituiren.
Der erste Angriff von mir wurde in der mit dem Jahre 1843zu Braunschweig erscheinenden militairärztlichen Zeitung des Prof.Klencke gemacht, der im Jahre 1829—30 als Compagnie-Chirurgbeim 15. Inf.-Eegt. unter mir diente, und auf dessen Gesuch ichein eifriger Mitarbeiter wurde. Diese Zeitung war, wie der Titelbezeichnete, „zur Förderung und Ausbildung des militairärztlichenStandes, zur Besprechung seiner Interesse und zur gegenseitigenMittheilung aus der ärztlichen Praxis" bestimmt, und bot denMilitairärzten Preussens Gelegenheit zur Schilderung und Kritikder Zustände, zur Kundgebung ihrer Wünsche und Vorschlägeund zur Parallelisirung mit den Verhältnissen in anderen Staaten,was noch zum Theil pseudonym, zum Theil anonym geschah. Ichmachte mir zur Aufgabe, die ganze Erbärmlichkeit und Jämmer-lichkeit des Cornpagnie-Chirurgen-Wesens und dessen Nachtheilein einer grossen Beihe von Aufsätzen und Anecdoten an den Prangerzu stellen, und der Behörde somit ein abschreckendes Bild derStellung und Wirksamkeit dieses Standes vorzuführen. Leidermusste diese Zeitschrift mit dem sechsten Bande im Jahre 1848eingehen, weil bei den ausgebrochenen Unruhen die Eegimenter imLande herum marschirten und ihre Aerzte in ihrem Vaterlandekeine Heimath mehr fanden. Sie hat aber die fortdauernden Ee-formbestrebungen begründet und den ersten Grundstein zur der-einstigen Beform gelegt. *