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Aus meinem Leben : Nachgelassene Aufzeichnungen des am 26. Mai 1876 zu Düsseldorf verstorbenen
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meines Lebens; sie wurde durch die Geburt meines zweitenSohnes, Paul Gustav genannt, am 16. Novbr. 1841 verherr-licht. Bald folgten aber recht traurige Familien-Ereignisse. Zu-nächst war es die öftere Erkrankung meines guten-Bruders an hart-näckigen rheumatischen Beschwerden, die allmälig ein die Gesundheitzerrüttendes Siechthum herbeiführten. Im Februar 1843 kam er mitseiner Gattin nach Düsseldorf, um sich hier zu erholen. Er sahsehr hepathisch und leidend aus, in Folge eines im Herbste über-standenen Unterleibsleidens. Nachdem er sich einige Wochen beiuns aufgehalten hatte, wollte das Ehepaar bei Frau Herminghausenin Elberfeld, Schwester der Frau, einen Besuch abstatten. VollRheumatismus steckend, wie er sich bei der Abreise ausdrückte,konnte er, der nur bei mildem Klima gedeihen konnte, das rauheElberfeld nicht ertragen. Er wurde daselbst von einem äusserstheftigen acuten Gelenk-Rheumatismus befallen, der auch den Herz-beutel in Mitleidenschaft zog, ihn mehrere Monate an das Bettund an die Stube kettete, und seine Constitution so untergrub,dass er sich nie wieder erholen konnte, obgleich er im Sommernach Soden ins Bad reiste. Er sah sich bei der Rückkehr nachWiesbaden genöthigt, fernerhin die Stube zn hüten, und glicheinem schwankenden hinfälligen Rohre, das durch jeden Windumgeknickt zu werden droht. Angeblich von einer Meningitisepidemica befallen, die im Januar 1844 zu Wiesbaden herrschensollte, starb er nach kurzem Krankenlager am 18. Februar des-selben Jahres, noch nicht 39 Jahre alt.

Dieser Todesfall ergriff mich aufs tiefste; denn ich verlor anihm meinen treuesten und besten Freund. Er war mir auf's In-nigste aus Herz gewachsen; er verwahrte in seiner Brust dastreueste Bruderherz, voll der aufrichtigsten Liebe, Dankbarkeitund Anhänglichkeit. Wir hatten viele böse Tage mit einanderverlebt, und derselben waren ihm zu viele zuTheil; dann im Be-ginn der Ernte und des Genusses für die vielen Widerwärtigkeitenund Anstrengungen während seines kurzen Lebens, wurde er mirvom Herzen gerissen, der Gattin ein treuer und sorglicher Ge-fährte des Lebens, dem Sohne Gustav Adolph, erst 5 Jahr alt,