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überschreitend über St. Maurice nach Lausanne und auf demGenfer See nach Genf und Lyon, wo ich überall ärztliche An-stalten und berühmte Persönlichkeiten kennen zu lernen suchte,über Cbalons und Dijon nach Paris, wo ich am 31. October ein-traf. Hier blieb ich fünf Wochen, jede Stunde des Tages zumeinem Zwecke ausbeutend, was einen um so grösseren Erfolghatte, als man hier ohne Empfehlung durch einen Arzt an denanderen, wie es in England nothwendig ist, überall freien Zu-tritt hat.
Der Eintritt der rauhen Jahreszeit und der Wunsch, vormeiner Beförderung zum Eegimentsarzte noch einige Zeit imCharite-Krankenhause als behandelnder Stabsarzt zubringen zukönnen, sowie die Erwägung der mir noch zu Gebote stehendenEeisemittel, die durch das theure Fuhrgeld sehr absorbirt wurden,waren die Veranlassung, am 6. Decbr. 1828 über Strassburg, woich mich einige Tage aufhielt, über Stuttgart und Augsburg nachMünchen, woselbst ich auch einige Tage verweilte, und dann überSalzburg nach Wien zu gehen. Hier wurde ein Aufenthalt von14 Tagen erforderlich und je von mehreren Tagen in Prag undDresden, worauf ich am 16. Januar 1829 bei grosser Kälte undvielem Schnee meine Eltern zu ihrer grossen Ereude wieder be-grüsste. Nach einiger Euhe kehrte ich Ende Januar's nach Berlinzurück und bearbeitete für die Behörde nach dem geführten Tage-buch meinen Beisebericht, der reichhaltig wurde, denn ich hattemit der Zeit gegeizt, in den neun Monaten meiner Abwesenheitsehr viel gesehen, mehr vielleicht als mancher Andere in zweiJahren und alle Coryphäen der Wissenschaft und Kunst kennengelernt. Meinen Privatzweck, die gebildete Welt mit allen ihrenMerkwürdigkeiten und die ärztliche Welt mit allen ihren Schöpfungenund Notabilitäten kennen zu lernen, hatte ich erreicht, und meineSehnsucht hiernach, die mich unaufhaltsam vorwärts trieb, wargestillt. —
Bald nach meiner Rückkehr trat ich als ordinirender Arztder Station der inneren Kranken in die Charite, deren Krankenüberhaupt ich zur Bereicherung in der Erfahrung in der kurzen