Haft du, geneigter Lefer, das Büchlein wohl durchftudiert undmit Luft und Liebe dir zu eigen gemacht und gehft du wiederauf deine Sommerreife, fo fuche einmal nach jenen fangesfrohenBubenfcharen, die alljährlich ihre heimatlichen Wälder und Bergedurchftreifen. Das find die Wandervogel. Setze dich zu ihnenans Lagerfeuer und nimm vorlieb mit ihrem Peldkeffel; lag dirihre Lieder fingen, du wirft vieles, was hier fteht, da wiederfinden.Laß dir von ihren Abenteuern erzählen, von Burgen und mauer-umkränzten Städtlein, die fie gefchaut, von ihren Preinächten aufeinfamer Jägerhotte, von ihrer beifpiellos einfachen, fpartanifchenLebensart Und du wirft inne werden, dag folche Jugendtagegolden feien, dag es nichts Schöneres für einen Buben gibt, alseine gefunde Verwirklichung feiner romantifchen Ideale, dag hierQefundheit, Freiheit und Freude leben, dag hier einmal etwasPofitives gefchiebr im Kampfe gegen fade Bierkommentspoejieund lächerliche Pennälerblafiertheit. Und wenn du ein guterMenfch bift und ein offenes, weites Herz für die Jugend haft, fowirft du auch Luft'verfpüren, mitzuhelfe«, mitzuarbeiten am Weiter-bau der Wandervogelfache. Wohlan 1 Tritt herein in unfere Reihen!Du follft uns willkommen fein, die Jugend wird dir's lohnen.
Klein, ganz klein hat der Wandervogel angefangen, aber erwar ein notwendiges Heilmittel der Zelt, er war gut und fchon,und darum hat er foviel begeifterte Anhänger geworben.„Schön ift Qeringftes, das die rechte Form gefunden,Und wertlos Edelftes, von falfcher Form gebunden.*