Druckschrift 
Der Zupfgeigenhansl
Entstehung
Seite
187
Einzelbild herunterladen
 

SOLDATENLIEDER

1S7

5.Ach Kamrad, lieber Kamrad mein, fchreibe du einenSchreibebrief, fchreibe du, fchreibe du an meinen Schatz, daßich getroffen bin."

6. Und als er diefe Worte ausgefprochen hatte, kriegt er-den zweiten Schuß (Bum! Bum!). Ei, da liegt er nun und Jchreitnicht' mehr, weil er gefchoffen ift

7. Als, das der General erfuhr, da rauft er fich den Bart:Womit foll ich führen meinen Krieg, weil mein Soldat ift tot!"

Att

D

0

D

Aus \der Wetterau.DV D

V tf 1* *>

5Z

JL"$£

fffl tf 1

e

"B

c J

V\> L M

a

1

. e

*v

«1

tf *

I

1. Köln am Rhein, du fchö - nes Stadt - chon, ja

DV DV DV D

j J i j r'

J-j-H-tM

Köln am Rhein, du fchö - ne Stadt. Und dar-

DV DV D DV

L^» » ö

in - nen mußt ich laf fen mei - nen0 D o DV D D

i

E

-©-

al - 1er - lia

leb - ften, fchön - ften Schatz.

2.Schönfter Schatz, du tuft mich kränken viel taufendmalin einer Stund. Willft du mir die Freiheit fchenken, bei dir zufein ein halbe Stund?"

3.Die Freiheit, die kannft du haben, bei mir zu fein einhalbe Stund, wenn du mir verfprichft, mir treu zu bleiben bisan die allerletzte Stund.

4. Droben am Himmel ftehn zwei Sterne, die leuchten hellerals der Mond, der eine leuchtet in meine Schlafkarmner, derandre leuchtet meinem Schatz nach Haus."

5. Pulver und Blei, die muß man haben, wenn man Franzof.-nfchießen will; fchöne junge Mädchen, die muß man lieben, wennman fie einftmals heiraten will.

6. Wer hat das fchöne Lied gefungen, wer hat das fchöneLied erdacht? Zwei Schujterjungen, diö habens gefungen zuKöln am Rhein beim Mondenfchein.