Druckschrift 
Der Zupfgeigenhansl
Entstehung
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

148'

AUF SCHIFFEN UND ROLLWAGEN

1

er fein Poft-hörn gleich zur Hand und bla - fet und

G /Pv

Hp

GV

D. C. pp

G

m

bla-fet:

tru

da-Ia-la-la, tru-da-la-la-la.

2. Dann kommt ein junger Paffagier, wenn ich beginn zufahren, mit feinem Liebchen her zu mir und fetzt fich in denWagen. Ich laß den Pferden ihren Lauf und fahre, was ichkann, darauf und blafe |: trudalalala, trudalalala. :|

3. Kaum bin ich einen Büchfenfchuß vom Platze ausgefahren,fo hör ich einen fügen Kug gleich hinter mir im Wagen. Drauffing ich fröhlich trallala und lach ins Fäuftchen hopfafa und blafeund blafe |: trudalalala, trudalalala. :|

4. Komm ich ins Pofthaus dann zurück, lag ich die Pferdchenfaufen, kommt aus der Schenke, welch ein Glück, mein Mädchenhergelaufen.. Wir küffen uns ein-, zwei-, dreimal, es wird mirwarm, ich fang dann an und blafe und blafe |: trudalalala, tru-dalalala. :|

Bayrifches Volkslied, 1830.

1. Als wir jüngft in Regensburg waren, find wir über denStrudel gefahren; da warn viele Holden, die mitfahren wollten:fchwäbifche, bayrifche Dirndel, juchheiraffa, muß der Schiffsmannfahren.

2. Und vom hohen Bergesfchloffe kam auf ffolzem, fchwarzemRoffe adlig Fräulein Kunigund, wollt mitfahren über StrudelsGrund. Schwäbifche ufw.

3.Schiffsmann, lieber Schiffsmann mein, follts denn fo ge-fährlich fein? Schiffsmann, fag mirs ehrlich, ifts denn fo gefähr-lich?" Schwäbifche ufw.

4.Wem der Myrtenkranz geblieben, landet froh und ficherdrüben; wer ihn hat verloren, ift dem Tod erkoren." Schwäbifche ufw.

5. Als fie auf. die Mitt gekommen, kam ein groger Nix ge-fchwommen, nahm das Fräulein Kunigund, fuhr mit ihr in desStrudels Grund. Schwäbifche ufw.

6. Und ein Mädel von zwölf Jahren ift mit über den Strudelgefahren; weil fie noch nicht lieben kunnt, fuhr fie ficher überStrudels Grund. Schwäbifche ufw.