88tragen und den Ausschlag derselben nach demWillen Gottes ruhig erwarten. Allein dadiese heilsame Zufriedenheit der Seele nicht inden verübten Ceremonien, sondern in derHandlung selbst ihren Grund allein hat; sosehe ich nicht ein, warum man diesen geistli-chen Beystand, um das schwache Gemüthvieler empfindlicher Kranken zu deren Nach-theil nicht zu erschüttern, nicht in der Stilleund ohne geräuschvolles Gepränge zu leisten,gebieten sollte. Ohne zu erwähnen, daßbey dem öffentlichen Versehen der Krankenmehrmals Unanständigkeiten, die sich mitdem Heiligen der Handlung nicht verpaarenkönnen, vorfallen, daß sich bey dem heiligenZuge durch die Straßen mancheBegebenheitereignet, die dem wahrhaft andächtigen Man-ne nur Aergerniß geben muß, und der ver-ehrungswürdigen Handlung das gebührendeAnsehen und die erfoderliche Ehrerbietung zumTheil entziehen, *) und dadurch bey den ver-schiede-*) So sahe ich in einer großen ganz katholischenStadt,
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Gemeinnützige Bemerkungen und Vorschläge über einige Gegenstände der medizinischen Polizey : die zum allgemeinen Besten von der Obrigkeit eingeführet ...
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