37dem Todtenläuten. Dieses verdient noch eherals das Läuten eine Abänderung. Die Hand-lung an sich selbst bleibt immer heilig, undunserer tiefsten Verehrung würdig, wenn auchdie bisher dabey üblich gewesenen Ceremonienals das Läuten mit gewißen dazu bestimmtenGlocken, die Begleitung mit brennendenFackeln und einer Menge Volks, das lautbäthet und singet, und andere feyerliche Um-stände nicht befolgt werden. Jedem beobach-tenden Arzt ist es sattsam bekannt, wie be-ängstigend und erschütternd blos diese Cere-monien für den Kranken sind, bey welchemin einem so entscheidenden Zeitpunkt der Krank-heit jede, auch die kleinste Gemüthsbewegungsorgfältigst zu vermeiden ist. Zwar ist es al-lerdings in der Wahrheit gegründet, daß vieleKranke die große Feyerlichkeit bey dieser Hand-lung ohne Beängstigung, vielmehr mit einerheilsamen Zufriedenheit betrachten, und nachvollendeter Handlung mit wahrer vortheilhaf-ter Beruhigung der Seele ihre Krankheit er-tragen—
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Gemeinnützige Bemerkungen und Vorschläge über einige Gegenstände der medizinischen Polizey : die zum allgemeinen Besten von der Obrigkeit eingeführet ...
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