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Einleitung 1 .
Für denjenigen, der sich mit diesen Studien noch gar nichtbeschäftigt hat, mögen hier schliesslich die den Römisch-Byzan-tinischen Staatsdienst, gegen den der heutigen Staaten gehalten,ganz besonders charakterisierenden Momente herausgehoben wer-den, die jedoch ebenfalls nur als trockene Bemerkungen, wel-che man zum richtigen Verstehen darauf bezüglicher Constitu-tionen nie ausser Acht lassen darf, gegeben werden können,weil man auf deren Grund und Zweck nicht eingehen kann,ohne ein umfassendes Werk über Geschichte des oströmischenKaiserthums im Allgemeinen, im Besondern aber über dessenKulturgeschichte, innere und äussere Politik und Verfassungzu schreiben.
Erstens: die vorherrschende Einrichtung, besonders dieuntern Beamten in gewisse Corps (Scholae, Scrinia etc.), zu(heilen, ohne dass dabei an Collegien gedacht werden darf.Häufig wurde für den Eintritt etwas gezahlt, welche Summeden absoluten "Werth der Stellen bei Verkäufen derselben ansie abgegeben zu haben scheint 20 ).
Ferner: die bestimmte kurze Dienstzeit der meisten Beam-ten (wohl aller mit Ausnahme (h:r Milifairs?), d. h. die be-stimmten Jahresfristen für jeden Dienst, wonach es alljährlicheine sehr grosse Menge Ausgedienter geben musste.
Drittens: das hiermit zusammenhängende Institut desfesten Avancements von den untern zu den höhern Graden inden Corps«
Sodann: der erbliche Verband der Söhne zu dem unternStaatsdienst ihrer Väter auf bestimmte Zeit.
Fünftens: die vielen Grade und Abstufungen in denCorps, und die Eintheilung der etatsmässigen Anzahl und derUebcrzähligen.
Sechsten«: die der militairischen analoge Organisationder Civilstaafsdiener.
Siebentens: die Käuflichkeit der meisten untern Aemtervom Staat, und Verkäullichkeit derselben von Seiten der da-mit Bekleideten an Andere.
Achtens: die Verpflichtung der Chefs von Beamtencorpsoder desselben, im Ganzen für einzelne Mitglieder zu haften.
Neuntens: die ganz eig'enlhümliche Einrichtung vonAdjutorea bei fast allen Staatsämtern in höhern und niederiiGraden.
Zehntens: die Vereinigung mehrerer Aemter in einerPerson, oft aus heterogenen Departements und sehr verschie-denen Kangclasscn.
Elftens: das Uebergewicht im Range der Hof- «nd
20) Walter a. a. O. S. 400.