Druckschrift 
3 (1831)
Entstehung
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662
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662 Pandbct. V. XXXY. Tit. 2. Ad legem Falcidiam.

der Falcidia, nicbt dadurch erhalten, das» ich [nur] zehn [tau-send] zu entrichten habe ' °), denn ich kann dag Viertheil ausder Person des Sclaven behalten, wenn auch meine Portiongar nicht angegriffen igt 1I ).

22. In km Hb. XVII. Quaest. — Nesennius Apollinarisan den Julius I' au lux: Mein Herr, es ist ein Fall folgen'der Art eingetreten. Titia hat ihre drei Töchter zu gleichenTheilen als Erbinnen eingesetzt, und jeder einzelnen sich ge-genseitig zu entrichtende Vermächtnisse auferlegt, einer abersoviel sowohl an ihre Miterbinnen, als an Dritte, das« dieFalcidia zur Anwendung kommt. Ich frage, ob sie sich derFalcidia wider ihre Miterbiunen, von denen sie selbst Ver-mächtnisse erhält, bedienen könne , und wenn sie dies nichtdarf, oder mit der Einrede der Arglist abgewiesen werdenmüsste, in welcher Art die Berechnung der Falcidia wider dieDritten anzulegen ist? Ich habe das Gutachten ertheilt: das-jenige , was Jemand von seinem Miterben als Vermächtnis»erhalt, pflegt zwar in der Hegel den Vermächtniflsiiihnbern insofern nicht zu Gute zu kommen, dass die Falcidia nicht dockwider sie Slatt Lüfte; wenn aber derjenige, der ein Ver-mächtnis« entrichten soll, von jenem selbst etwas aus demTestamente fordert, so ist er nicht zu hören, wenn er die An-wendung der llecktswohlthat der Falcidia wider ihn verlangt,sobald das, was er dem Willen des Testators zufolge empfan-gen soll, dasjenige ersetzt, dessen Abzug er verlangt. Denübrigen Vermächtuissinhabern kann er aber nicbt das Ganze,was er seinem Miterben entrichtet, in Anrechnung bringen,sondern nur dasjenige, was er zu entrichten haben würde,wenn er nichts von ihm dagegen erhielte 12 ). §. 1. Wenn

10) Es ist hier nämlich anzunehmen, dass der vermachte Sclavdes Sclaven drei Vieriheile imd mehr hinwegnimint, die ver-machten 10,000 hingegen die drei Viertheile des Herrn beiweitem nicht erreichet».

11) Jensius LI. p, 326. hat die Hoffnung' völlig- aufgegeben,diese Stelle zu begreifen. Cujac, Obs. VII. 35. berührt siemit einer leichten Conjectur, ohne näher darauf einzugehen-"Westphal a. a. O. S. 798. gerälh so ins Gedränge, dass erauf ein ganz verkehrtes Resultat kommt. Ich finde die rich-tige Erklärung in obiger Uebersetzung des legata fuerhtt.

12) Diese Worte drücken das, was sie sagen wollen, sehr dun-kel aus, denn man könnte darunter auch die ganze Summeverstehen, die die Miterhin 211 zahlen hat, ohne allen .Abzug.Westphals a.a.O. S. 854. Erklärung vermag ich nicht zuenträthseln. Ich verstehe die Sache so: Paulus setzt vor-aus, dass Compensatio)! Statt findet, und will, dass hiernachdie Berechnung angelegt werde; dies, die Compensation, ge-schieht , wenn die beiheiligte Miterbin von ihren Miterben