394 Pandect. L. XXXII. De legath ei fidekommksk III.
Faden und das Garn. Und S a b i n u b glaubt, dass anch diegesponnene darunter begriffen werde} und wir befolgen dieMeinung desselben. §. 3. Man nimmt an, dass die BenennungWolle bis dabin ausgedebut werde , wo sie auf den Weber-Stuhl gekommen ist. §. 4. Und inau iniiss wissen, dass auchdie frisch abgeschorene und die gewaschene Wolle , wenn sienur noch nicht gefärbt ist, darunter begriffen werde. §. 6»Unter der Benennung Wolle wird das Stopfwerk nicht begriffe«werden. §. 6. Aber auch die Wolle, aus welcher Jemandeine Art Kleid um seiner Gesundheit oder seiner Annehmlich-keit willen gemacht hat, wird nicht darunter begriffen werden.§. 7. Nicht einmal das, was zur Bähung oder zu einem Heil-mittel angeschafft worden ist, wird unter der BenennungWolle begriffen. §. 8. Ob aber wohl auch wollige Felledarunter begriffen werden 1 Und es .ist augenscheinlich, dassdies zur Wolle gehöre. §. 9. Wenn Wolle vermacht ist, soglaube ich, dass auch die Wolle von Hasen, und (Jansen, undvon Ziegen darunter begriffen *°) werde, auch die vom Holz,welche mau Baumwolle nennt. §. 10. Binnen wird aberdurchaus nicht unter vermachter Wolle begriffen werden. §. 11»Wenn aber Linnen vermacht ist, so wird darunter sowohlverarbeitetes, als nicht verarbeitetes begriffen, auch das, wasgesponnen , und was auf den Weberstuhl , jedoch noch nichtgewebt ist. Also findet etwas Anderes beim Linnen, als beider Wolle Statt; auch wenn Liuueu gefärbt sein sollte, soglaube ich, wird es unter Linnen begriffen sein. §. 12. Far-bigtes Gespinnst bedarf einer nähern Betrachtung 4 *); bei denAlten war es ausgemacht, dass unter der Benennung Wolledas farbigte Gespiunst nicht begriffen werde, sondern alles das-jenige vermacht zu sein scheine , was gefärbt und gesponnenist, was weder fertig geweht ist, noch was man zu webenangefangen hat. Deshalb fragt es sich, ob Purpur unter derBenennung: farbigtes Gespinnst, begriffen werde. Und ichglaube, dass das, was nicht gefärbt ist, dein farbigten Gespinnstnicht beigezählt werde, und dass daher weder das [von JrfaturjWeisse, noch das von Natur Schwarze, noch das, was eine an-dere natürliche Farbe hat, darunter begriffen werde; dass aber
Purpur und Scharlach, weil sie keine ihnen von Natur eigeneFarbe haben , darunter begriffen werden , glaube ich, wennnicht der Testator etwas Anderes beabsichtigt hat. §. 13. Un-
40) Das Wort lana bedeutet nicht Mos ■Wolle im eigentlichenSinne, sondern bezeichnet anch die weichen Haare und Fe-dern an Thieren.
41) De veriicolorlbm i farbigtes Gennuutst. 8. Westphala. a. 0. p. IbO. A. d. It.