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HÖFE IN MIETSHÄUSERN
Sonnenseite mit Rosen, auf der Schattenseite mit Waldrebe undwildem Wein berankt.
Die strenge Symmetrie, welche bei der Einteilung der kleinenAnlage beobachtet ist, wird nur dadurch unterbrochen, daß andem Zulauf zu dem Wasserbecken eine malerische Weide steht(Abb. 115).
Während diese beiden Beispiele von Gartenhöfen sehr starkan alte Vorbilder gemahnen, sehen die Innenhöfe der groß-städtischen, vielstöckigen Wohnhäuser meist anders aus. Daviele Mieter, die einander kaum kennen, in einen derartigen Hofhineinsehen können, so verliert er den Charakter als Wohn-raum, wie er den eben beschriebenen Höfen und solchen beiHäusern für eine Familie in hohem Grade eigen ist, und dientlediglich der Repräsentation. Es wird daher in den meistenFällen weniger darauf ankommen, Wohngelegenheit zu schaffen,als einen freundlichen Gesamteindruck zu erzielen und dem Augerecht viel Grün zu bieten. Die Eingänge des Hauses, das Be-dürfnis für einen freien Platz zum Teppichreinigen u. dgl., bis-weilen die Anbringung einer Müllgrube, sind Momente, welchedie Einteilung beeinflussen.
Eben so selten, wie solche Höfe den Erwachsenen zum Auf-enthalt dienen, können sie von den Kindern zum Spielen benutztwerden, da die meisten Hausbesitzer in derartigen Mietshäusernden Kindern längeres Verweilen auf dem Hofe untersagen. EinHausgarten in meinem Sinn ist ein solcher Hof nicht, auch wenner gartenmäßig ausgeschmückt ist.
Anders ist es, wenn bei dem Entwürfe von Häusergruppenein oder mehrere Wohnhöfe vorgesehen werden. Dann mußdurch Baumwuchs, Lauben u. dgl. dafür gesorgt werden,daß die Ruheplätze den Blicken der Hausbewohner entzogen