TERRASSENABSCHLUSS. WASSERLAUF 1.39
ende des Gartens begeben haben, bietet sich die Ansicht derblumengeschmückten unteren Terrassenanlage dar, die in einemWasserbecken endigt, in welches das Wasser aus der Mauerhinabrieselt. Die Abb. 92 gibt den ganzen Terrassenaufbauwieder. Auf Abb. 93 sehen wir die Einzelheiten der Brunnen-ausschmückung und die unterste Treppenanlage, im Hintergrundelinks den Heckenplatz mit weißangestrichenen Holzbänken undeiner Sandsteinfigur. Wir verfolgen nun den geraden Weg amSeeufer entlang. Zunächst fesselt uns ein murmelndes Wässerchen,das unterhalb von dem Westende des Laubenganges zutagetritt und sich tief in die felsige Böschung hinein ein Bett gewühlthat. Freilich scheint der Bach nur zur Regenzeit während derSchneeschmelze so stark zu sein, daß er so schwere Arbeit voll-bringen kann; denn jetzt im Sommer bedecken allerlei Kräuterdas Gestein, das Wasser hie und da ganz verhüllend (Abb. 94).— So könnte man meinen! In Wirklichkeit ist der Bachlaufkünstlich. Er ist die notwendige Entwässerung des oberenGartenteiles bei Regenwetter und wird außerdem von dem ausdem Hausbrunnen überfließenden Wasser gespeist. Das Wasserstaut sich am Wege zu einem kleinen Tümpel, wird durch eineRohrleitung unter dem Wege hindurchgeleitet und fließt dannin den See ab. Man vergleiche auch die Abb. 29, welche die-selbe Szenerie wenige Monate nach der Herstellung aufweist.Ist man hier auch nur wenige Schritte von dem architektonischenAufbau entfernt, so sieht man doch nichts mehr davon, wie dieetwas hinter dem kleinen Wasserfall, allerdings vom Wasser ausaufgenommene Photographie (Abb. 95) zeigt.
Auf der Abb. 96 sieht man links im Vordergrunde die groß-blättrigen Staudengewächse, die den Bachlauf umsäumen. Da-hinter ragt der Stamm einer prächtigen Linde hervor, unter