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Der Hausgarten
Entstehung
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106
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106 EINTEILUNG U. BEPFLANZUNG D. VORDEREN TEILES

Schnittpunkt durch die Mitte eines Rosenbeetes bezeichnet ist.Im vorderen Teile baut sich auf der Mittelachse eine platzartigeErweiterung und ein gerader Weg auf, der diesen Gartenteilhalbiert. Der Platz (Abb. 65) ist so groß, daß ein Tisch undeine Anzahl Stühle bequem darauf stehen können. Er ist amfrühen Morgen und am Abend besonders beliebt. Nach allenRichtungen hin hat man von ihm angenehme Aussichten. Nachdem Hause zu sieht man zwischen höheren Büschen das Vogel-haus mit seinem lustigen Treiben (vergl. die Abb.). In ent-gegengesetzter Richtung geht der Blick über den beiderseitsmit bunten Blumen eingefaßten Weg auf das Rosenbeet unddahinter auf die Laube (Abb. 66). Im NO. hemmt die üppigmit Schlinggewächsen überwucherte Pergola den Blick, und imSW. ist der Weg durch eine Bank abgeschlossen, welche halbversteckt ist zwischen Buschwerk und Farnkraut. Rechts undlinks von dem in den hinteren Garten führenden Hauptwegstehen zehn Rosenhochstämme, darunter wachsen Stauden-gewächse, nach der Höhe angeordnet. Zuerst beiderseits eineEinfassung von Primeln. Dahinter nach NO. Akelei, Bartnelke,Glockenblume, Flammenblume, Eisenhut. Den Beschluß machenfünf Stämmchen Johannis- und Stachelbeeren. Hinter diesenentlang führt in der Richtung der Treppe, welche den Eingangbildet, ein fünfzig cm breites Pfädchen, scherzweise der Männer-weg genannt, weil ihn Frauen seiner geringen Breite wegen nurmit Vorsicht betreten dürfen. Er ist mit Federröschen eingefaßt.Auf der SW-Seite des Hauptweges, die nur Morgensonne hat,sind solche Stauden bevorzugt, welche im Schatten gedeihen,wie Leberblümchen, Maiblume, Christrose, Fingerhut, Schwert-lilie. Ja, auch Waldmeister ist angesiedelt, so daß die Kräuterzur Maibowle gleich an Ort und Stelle gepflückt werden können.