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Der Hausgarten
Entstehung
Seite
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82 VERSCHIEDENE ARTEN VON RUHEPLÄTZEN

Außerdem muß noch genügend Platz vorhanden sein, daß sichdie Gesellschaft, welche sich hier zusammenfindet, unbehindertbewegen kann. Unter dem Laubdach eines Baumes sitzt essich schöner, als unter einem gezimmerten Dache. Ja, amMorgen und am Abend möchte man gar kein Dach über sichhaben, sondern man rückt Tisch und Stühle unter den freienHimmel, wenn's der Platz erlaubt. Wenn es aber regnet, willman nicht ins dumpfe Haus hinein, sondern man flüchtet sichlieber in die überdachte Laube. Deshalb ist es empfehlens-wert, eine solche im Zusammenhang mit dem Sitzplatz amHause aufzustellen.

Ein richtiges Gartenhaus an dieser Stelle wäre, so nahe amHause, widersinnig. Dies muß in größerer Entfernung vomHause stehen, als ein Ziel des Spazierganges im Garten. Dochman will im Garten auch einmal ganz die Enge des Hausesvergessen und sich in die freie Natur hineinträumen. Das ge-schieht auf dem Sitzplätzchen, das im Buschwerk unter derLaubkrone der Bäume eingerichtet ist. Die Mitte zwischendiesen beiden Arten von Ruhegelegenheiten bilden die Sitz-plätze, welche aus der Pflanzung herausgeschnitten, aber mitHeckenwerk oder Stabwerk und Geländern eingefriedigt sind.Sie wollen in die Wildnis der Pflanzung das Behagliche, Be-grenzte, Abgemessene, Wohnliche des Hauses hineintragen. Eineähnliche Verbindung von künstlichem Aufbau und natür-lichem Pflanzenwuchs stellen die berankten Lauben und Lauben-gänge dar. Sie sind lockende Anziehungspunkte für den Be-sucher des Gartens. Eine Bank ladet schon zum Verweilen ein.Mehr noch eine Laube; sei sie groß, daß eine Gesellschaftdarin Platz finden kann, oder biete sie eben Raum für zweiPersonen. Ein Weg im Garten hat die Eigenschaft, den Be-