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NATURHOLZ-BAUTEN
fachen Häuschen vergangener Zeiten hingewiesen habe, so ge-schah es nicht in der Absicht, diese genau so wieder für unsereheutigen Gärten zu empfehlen, sondern um auf das Zweckent-sprechende, den jeweiligen Verhältnissen Angemessene jeneralten Gartenbauwerke aufmerksam zu machen. Ebenso liegtes mir fern, den Torheiten einer falsch aufgefaßten Natur-schwärmerei das Wort zu reden, die sich auch gerne aufRousseau berief und in einer mit Borke benagelten BretterbudeNatur zu sehen glaubte. Diese Rindenhäuser sind ebenso ab-geschmackt, wie die aus möglichst rauhem, ästigem Holze ge-fertigten Bänke, auf welchen zu sitzen eher eine Qual als einVergnügen ist; oder wie die Birkenholz-Brückengeländer, die sozierlich zusammengedrechselt sind, daß man sich beileibe nichtdaran anlehnen darf; oder die sogenannten Naturholzlauben, dieaus Baumstämmen und daran angenagelten krummen Aststückenbestehen, und von denen man glauben soll, die Natur hätte insolch unorganischer Weise gerade Stämme und krumme Ästeaneinander wachsen lassen. Die Lächerlichkeit derartiger Er-zeugnisse wird gerade dadurch erhöht, daß man diese Rinden-häuser, Brücken und Lauben in den Garten, also zwischenBaum und Strauch hineinbaut, wo der Vergleich zwischen wirk-licher und dieser nachgemachten Natur nur zu bequem angestelltwerden kann. Der Sinnlosigkeit wird aber dadurch die Kroneaufgesetzt, daß man die »Naturholz«-Brückengeländer und -Bänkeaus Gußeisen macht, da sie dann haltbarer sind. Um aber dieTatsache, daß sie aus Eisen sind, wiederum zu vertuschen, er-hält das Eisenwerk einen »eichen- oder birkenartigen« Olanstrich.Es gibt keinen besseren Beweis für das geringe Interesse, wel-ches in den letzten fünfzig Jahren für den Garten vorhandenwar, als die eben angeführten Tatsachen. Sie zeigen, wie das