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Der Hausgarten
Entstehung
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BLUMENZUSAMMENSTELLUNGEN

in Deutschland nicht im Freien aushaltenden, für Beetbepflanzungin Gärtnereien herangezogenen Gewächse, wie Pelargonien,Heliotrop, Fuchsien usw. Auch hier sind Aufzählungen über-flüssig, dagegen ist einiges über die Zusammenstellung derBlumen zu sagen.

Die Blumen werden selten einzeln, meist zu mehreren ver-einigt, im Garten verwendet. Nun legte man früher großenWert auf die Grundrißformen der Beete. Sehr komplizierteMuster wurden in sorgfältiger Weise mit kleinbleibenden Pflanzenvon bunter Belaubung oder mit schönen Blüten ausgefüllt, sodaß die Eigenart der Pflanze vollständig zurücktrat vor der Ge-samtwirkung des Beetes sowohl hinsichtlich der Form der Beet-zeichnung als auch der Farbenwirkung. Man nennt diese Artvon Beeten Teppichbeete. Es wird zugegeben, daß Teppich-beete sehr reich und prächtig aussehen, wenn ihre Grundriß-formen schön sind und wenn die Zusammenstellung der Farbengut ist. Meistens sieht man dagegen Formen, wie sie keinKünstler als Arabeske, kein Zweig des Kunsthandwerkes alsTapetenmuster, Gardinenzeichnung oder Schmiedeeisenverzierungdurchgehen ließe, Formen, welche an sich durchaus unschönsind, Gebilde der armseligsten Reißbrett- und Zirkelübungen.Ich bedaure bei dem Anblick eines solchen Beetes jedesmal,wieviel Sorgfalt auf die Anzucht der Pflanzen, wieviel Mühe aufdie Bepflanzung des Beetes verwandt wurde. Nur in seltenenFällen hat ein Teppichbeet Daseinsberechtigung. Die großeZahl von Blumen und farbenprächtigen Blattpflanzen, die zudessen Herstellung notwendig ist, kann meist viel besser zurGeltung kommen, wenn man damit geradlinige Rabatten undeinfachste geometrische Beetformen, wie Kreise, Ovale, Recht-ecke und ähnliche Figuren besetzt.