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Der Hausgarten
Entstehung
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ARCHITEKTONISCHE, LANDSCHAFTLICHE GESTALTUNG 9

die enger parzellierten Straßenzüge der Kolonie Grunewald beiBerlin an.

Ich muß zugeben und werde es weiter unten zu begründenversuchen, daß man auch eine kleine Gartenanlage mit denMitteln des Landschaftsparkes, d. h. mit Bäumen und Gesträuch,Graswuchs und Wasser in malerisch natürlicher Anordnungschaffen kann, aber der architektonische Hausgarten, wie er vorder Entstehung der Landschaftsgartenkunst allgemein war, undan den heute noch so mancher alte Pfarrgarten Anklänge hat,bietet doch so viele Vorzüge vor dem Landschaftsgarten inkleinem Maßstabe, daß ersterer die Regel, letzterer die Ausnahmebilden sollte.

Der Ausdruck »architektonisch« bedarf hier einer Erklärung.Er kann nicht durch geometrisch oder regelmäßig ersetzt wer-den, denn jede Reißbrettphantasie würde dann einen architek-tonischen Garten ergeben. Architektonisch ist der Garten viel-mehr durch seinen achsengemäßen Aufbau, durch das richtigeVerhältnis der Längen und Höhen unter sich und zueinander,durch das Abwägen der plastischen Massen gegeneinander unddurch im voraus berechnete Raumwirkung im ganzen Gartenund in den einzelnen Gartenszenen. Als Beispiele mögen derspäter geschilderte »Gartenentwurf« (S. 118), sowie der Grund-plan, Abb. 1. dienen, welcher einen Hausgarten von ProfessorJ. Hoffmann in Wien darstellt. Abb. 2 gibt eine Ansicht darauswieder. Ein weiteres Beispiel für straffe architektonische Durch-führung bot Professor Peter Behrens auf der Großen Kunst-und Gartenbauausstellung in Düsseldorf 1904 in seinem Haus-garten, Abb. 3, dem ich allerdings mehr schattenspendendenBaumwuchs gewünscht hätte.

Der architektonische Hausgarten richtet sich nach dem dafür