— 70 -
den kann. Meyer in seinen Aachenschen Geschichten ') von Vorartheilon befangen, hatte weder die Anna-le» aquensc9 gesellen noch die dazu gehörenden Urkunden ; daher er nach seiner Art ins Blaue schrieb.
Der Probst Richerus und der Deeliant Everclinus desSt, Adaüicrtstifts machten 1173 bekannt, dass der Probstder Domkirche in Lüttich, 24 Bonder Ackerland , die ihrem Stifte gehörten, und in dem Dorfe Ancsch l )gelegen waren, von dem Theoderich von Vileir mit ihrer Bewilligung für 21 Mr. in Vadimoniumerhalten habe. , )
Der Probst der Aachener Kirche , Hugo Graf von Sponheim , der auch Dechant des Domstifis in Köln-war, und 1137 zum Kölner Erzbischof ernannt wurde , indess 4 Wochen nach seiner Ernennung zu Mclfiin Jtalien starb, hatte den Zehenten zu Biehterich, welcher der Probstei gehörte, an die Brüder dergenannten Hofkapelle abgetreten. 4 )
Ein gewisser Bitler, Namens Philipp , dessen Vater diesen Zehenten von der Aachener Kirche inne ge-habt , hatte denselben in Pachtung und zwar lebenslänglich von dem Capitel der Kirche , anfangs für einenJahrpacht von Iß Mo lien Weizen, dann aber für 20 dßl. Modien, die er auf den Fruchlspeichcr des Stiftsliefern musle , 1173 zahlteer für denselben 14 Modien Boggen, versprach aber in der Zukunft 20dgl. Modien Boggen zu liefern. Von dem Hofe Crombach gab der Abt von Klostcrratb dem gem. Stiftejährlich 3 Modien Weizen und eben so viele Boggen. Die Frau des obigen Bitters, Ileilwidis hatte aus ih-rem Vermögen 30 Soliden zu dem Zehenten geschenkt. Bei der darüber statt gehabten Verhandlung warenals Zeuge der Deeliant der Aachener Kirche , Stephan , der Probst des St. Adalberlstifts und Kanonikeran der Hollapelle Bicherus , der Scholaster Werimberlus , der Sanger Heinrich, der Yiccdechant Gerardmit den andern Brüdern der gen. Kirche.'^ $er Aachener Schultheiss Arnold u. s, w. 5 }
Im Jahre 1174 feierte der Kaiser Friedrich in dem Pallaste Aachen Ostern , und schlichtete einenStreit , der über die im Hennegau gelegenen und oben Seile 9 fl ) genannten Güter Hrinio, Hriniolo undCbuincgas mit der Kirche in Uualderiego , Achiniagas und Altporto, welche in der Urkunde Lothars vonR44 7 ) gesehrieben werden Hrinio, Hriniolo, Kuineias, Uualdriaco, Aginiagas und Altoporlo, zwischen demhiesigen Marienstifte und der an der Sambre gelegenen Abtei Hautmont entstanden war , und bestätigteden darüber zwischen beiden Parteien eingegangenen Vergleich , mit welchem das Münsterstift seine Be-
') Seite 201 etc.
-') Vielleicht Ans unweit Lüttich.
3 3 Cod. ilipl. aquen. pag. 54 iV. 81.
*) Decck aquisgranum pag. 30, wo das Jahr «einer Ernennung zum Erzbischof unrichtig 1158
anqcqeben ist. Siehe über diesen Zehenten Cod. diplom, aquen. pag, 21. N. 31.
«J Cod. dipl. aquen. png. 69. N- 99.
e ~) Cod. dipl. aquen. pag. 1- ^- ■*•
'J Cod. dipl. aquen, pag. 2, N, 2,