Druckschrift 
1 (1840)
Entstehung
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Hie Stadt Aachen liegt in einem angenehmen Thale, das einein Kessel ähnlich ist, dessen Ränder sichsanft erhöhende Anhöhen bilden. Im Durchschnitle hat das Thal andcrthalhe Stunde in der Länge undheinahe eben so viel in der Breite. Hügel und Thäler durchziehen dasselbe fast in allen Richtungen undgeben ihm ein wellenförmiges Ansehen. Wasserreiche Bäche , die meistens von Westen nach Osten undNorden das Thal durchschlängeln, benässen und machen es fruchtbar. Daher es überall freundliche Nie-derlassungen darbietet.

Einer der Hüeel , welcher fast am Fusse des der Stadt südwestlich gelegenen Waldgebirges sich erhebt,streift aus der Aachener Heide ostwärts eine gute Strecke mitten durch die Stadt. Am östlichen Endedes Marktplatzes senkt er sich allmählich der Komphaushad-Strasse zu. lieber seinen Rücken führt die Land-slrasse von Aachen nach Lüttich.

Am südlichen Fusse dieses Hügels, wo er, vom Marktplatze, jähe Abhänge hat, sprudeln aus Felsen-rilzcn die (obern) J ) Thermalquellen hervor, in einer Tiefe, zwischen der Hof- und Ursuliner Strasse, diedurch die untere Bücheistrasse nach der Pelcr-Slrasse sich erstreckt.

Diese Quellen haben den Anlas« zur Entstehung der Stadt 2 ) und deren Benennung gegeben. In der JNähederselben siedelten sich Römer an , und Francken setzten den Anbau fort.

Wahrscheinlich war die hiesige Ansiedelung der Römer nicht so wichtig, dass derselben eine eigene Be-nennung beigelegt worden wäre. Auch findet man bei keinem Schriftsteller der Römer eine Erwähnung

>j Die Untern Thermalquellen an und in der Komphausbad-Strassc scheinen sich später gezeigt tuhaben. Fermuthlich erst im \2ten Jahrhundert bei Anlegung der Mauern und Gräben der in-nen Stadt, wodurch der Johunnis-Bach , welcher dieses Thal durchmesst , in sein jetziges Holteingeengt worden ist.

2) Auch die Anhöhen , welche das enge Thal bilden , in dem das Städtchen Jiurtschcid zum Thcügelegen, enthalten solche Thermalquellen , die in der Tiefe desselben hervorkommen , und eben-falls die Entstehung des Städtchens veranlasst haben. S. meine Geschichte der Reichs-Abtei Ihnl-seheid. S. 59 etc.