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1 (1840)
Entstehung
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ausübten nachher aber ein Gegenstand der Verhandlungen des versammelten Schöffenstuhl» wurde ,als die Baupolizei ein Zweig der Verwaltung des Sladtratlics geworden war.

Das Recht der Ergänzung der Schöffen durch eigene Wahl des Schöffenstuhls, ist gleichfalls einuraltes Ilei'koniinen.

Als die Gemeinde-Geschäfte sich vermehrten , sähe man sich veranlasst beisitzende Ralhmänner zu nehmen,-welches hier mit dem Anfange des 12len Jahrhunderts geschehen sein wird. Vcrinuthlich hat man derenso viele genommen, als Schöffen waren, nämlich 14, an« welchen man in späterer Zeit (in der Mittodes 14ten Jahrhunderts) den zweiten Bürgermeister wählte, und so wird der Erkrath aus zwei Bänken ,die der Schöffen, und die der Gemeinde, bestanden haben. ')

Die zweite Ciasse der hiesigen Einwohner d. i, die persönlich freien Königsleute machten eigentlich denKörper der Gemeinde , oder der Grundeigentümer aus. Aus ihnen wurde der Schöffenstuhl und der Ratabesetzt.

Der steigende Wohlstand dieser Classe entstand aus verschiedenen Quellen, vorzüglich aus den Tuchmano-facturen und dem Handel. Durch Einwanderung der Gutsbesitzer des platten Landes in die Städtevermehrte sich die Zahl der Landeigentümer. Die Könige , welche die Städte als Gegengewicht gegendie Fürsten zu erheben suchten , begnadigten denselben mit Privilegien, welches besonders unter FriedrichI. der Fall gewesen ist.

Am 8. Januar des Jahres 116G ertheilte Friedrich I. einen feierlichen Bestätigungs- und Freiheitsbrief fürdie Kirche und den königlichen Ort Aachen bei Gelegenheit der in derselben gefeierten Erhebung und Sa-ligsprechung Karls d. G nebst Einschaltung eines Karl d. G. zugeschriebenen (aber unächlcn) Privilegs mitanhangender goldener Bulle , das sich aber hier nicht mehr vorfindet.

An dem folgenden Tage des genannten Jahres verlieh der Kaiser dem königlichen Orte Aachen zwei Jahr-märkte , jeden von 14 Tagen , von denen einer am ersten Sonnlage in der Fasten, der andere aber aehlTage vor Michaelis anfing , nebst Zoll- und anderer Abgaben-Freiheit für die, die Jahrmärkte besuchendenKäufer und Verkäufer. Auch Hess Friedrich hier eine Münzstätte -) errichten , in welcher Münzen gepräg»wurden von 24 Soliden , die an Werth 12 Kölner Soliden gleich waren. Auf einer Seile dieser Münzenwar das Bildniss Karls d. G., mit der Umschrift seines Namens _, auf der andern aber das des Kaisers mitder Umschrift dessen Namens. Den Missbrauch , der damals bei dem Aachener Volke Statt fand, sich voneiner VerläumcUmg, oder einer andern Sache , derer man beschuldigt wurde, durch Aufheben eines Stroh-halms von der Erde zu reinigen , wenn er aber denselben gleich nicht finden konnte , dadurch derihm zur Last gelegten Sache überwiesen zu sein , hob der Kaiser auf, und verordnete , dass jedem an

') Von der J erfassung und Einrichtung des alten oder sogenannten Erhralhs der Stadt Aachen, wel-cher mit dem Jahre 1450 eingegangen ist , findet sich weder in den Chroniken der Stadt, nochin alten Schriften etwas aufgezeichnet.

*) Diene wird wohl die alte Münzstätte sein, derer im Necrologium EccL B, M. V, Erwähnung geschieht.