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1162 am 5. Juni nach Einnahme und Zerstörung der Stadt Mailand verlieh der Kaiser der Stadt Genuaeinen sehr merkwürdigen und ausgedehnten Freiheilsbrief, welchen Wilhelm der Vogt von Aachen Namens
des Kaisers, beschwur. ')
1163 wurden auf Befehl des Kaisers Friedrich I. die Hänser der Ritter (militum) in Aachen zerstört, weil siedie Kanoniker der Marienkirche allda Amelius und Amelius und Lambertus verletzt und verwundet hatten, i )
Die Pröhste der Aachener Kirche hatten gewisse der Probstei gehörigen Gefälle ohne Wissen des Kaisersan die Kanoniker der Kirche übertragen , welches 1165 mit Einwilligung des damaligen Probstes Otto ,der ein Verwandter Friedrichs I. war, der Kaiser genehmigle und bestätigte, namentlich den Zehcnteuvon Richterich. (Rilhterca) 3 )
Der Kaiser halte einen allgemeinen Reichstag nach Aachen ausgeschrieben, auf welchem erschienen Era-und Bischöfe, Achte, Herzoge, Fürsten, Grafen und andere Grossen des Reichs, in grosser Anzahl. Alsnun der Kaiser mit seiner Gemahlin und dem Hofe dort ebenfalls angelangt war, feierte man zuerst dasChristfest , und dann schritt man am 29- Dewpber in der Pallastkapelle zur Eröffnung des Grabmahl»Karls d. G.,den der von Friedrich I. , dem wirklichen Pabstc, entgegengesetzte Gegenpabst Paschal Heiliggesprochen hatte , um dessen Gebeine zu erheben. Zum immerwährenden Andenken dieser Feier Hess der Kaiserüber das (nachher vermeinte) Grabmahl Karls il. G. eine grosse, zierlich gearbeitete kostbare Krone aufhängen. «)
Wibertus, Bruder des Kanoniker der hiesigen Kirche Stephan , bestimmt einer aus den hiesigen Königsleutcn,der ein geschickter Künstler in Metall war, hat die Krone verfertigt, ebenfalls hat er sich um die Dec-kung der Kirche mit Blei, und die Erhöhung eines vergoldeten Kreuzes auf dem Glockenturm verdientgemacht. Dazu schenkte er der Marienkirche zwei silberne Ampel und zwei Häuser, die der S. Foilan-kirche *) dicht angelegen waren. e ) Dor Kaiser beschenkte die Kirche reichlich.
Endlich sind wir zu der Zeitepoche gekommen, in welcher die urkundlichen Nachrichten über de»königlichen Ort (so wird er noch in den Urkunden genannt) und die Stadt Aachen anfangen. Ehe wiraber mit deren Geschichte fortfahren, ist noch manches nachzuholen.
Die Ministerialen waren erblich zum Dienst verpflichtet, das eine Annerkennung der Staatsbürgerschaftin sich begriff, und der Würde der angesehensten Staatsämter ganz angemessen war. Die aus den Unfreienin die Classe der Ministerialen übergegangenen, wurden nun durch ein näheres Band mit der Person desKönigs vereinigt. Traten politische Veränderungen ein, so gingen die Ministerialen mit dem Lande . gleich
i) Murat. Antiq. Jtal. T. IT. pag. 233".
2 ) Anna}, aquens. I, c. ad h. ann.
*) Cod. diplom, aquen. pag. 21. N. 31.
*) Ernst, l. c. T. 111. pag 130 etc.
s ) Hier wird die S. Foilan-Kirche zuerst erwähnt , von der im 2ten Bande ein Mehret:
•) Siehe das von mir herausgegebene Necrologium Eccl. B. M. V. Aquen. 1830 pag. 18.
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