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1 (1840)
Entstehung
Seite
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So wurde Ollo am 8<en August 930 in Aachen gekrönt. Bei dieser Krönung will man die ersten Spurender viel spälern Erziimtcr finden. Otto entlicss die Fürsten reich beschenkt aus Aachen.

Als Otto 937 sich mit den empörerischen Vasallen in Westfrankcn verband , entstanden Zwist undAufruhr in seinem eigenen Reiche. Olto's Schwager der Lotharingische Herzog Giselbert, hielt es im Geheim mitden Empörern, Sein Bruder Heinrich stellte sich an die Spitze der Empörer, und ging 939 nachLotharingen,

Auf die Kunde von diesem verrätherischen Unternehmen , eilte Otto 1. nach Lotharingen, um das Feuerder Empörung auf seinem Heerdc zu ersticken. Ein Theil seines Heeres war kaum dicsseit des Rheins , alsschon Heinrich und Giselbert mit den Ihrigen erschienen um Olto's Heer den Lebergang zu wehren.Die schon übergesetzten Sachsen schieklen ihr Gepäck nach dem nahen Xanten , griflm den zahlreichemFeind von Vorne und im llückcn an , und trugen den Sieg davon. Heinrich selbst wurde verwundet.

Zu spät eilte Heinrich nach Sachsen, denn seine dortigen Anhänger hatten sich dem Otto ergeben.Heinrich von seinem Bruder in Merseburg belagert , erhielt endlich von ihm die Erlaubniss das Land zuverlasscu. Heinrieh begab sich wieder nach Lotharingen zu Giselbert. Mehre Grossen schlugen sich zuHeinrich; auch gewann er den König der Westfrankcn gegen Otto.

Dieser eilte sogleich nach Lotharingen, verheerend durchzog er das Land und zwang den Giselbert indie Feste Chdvrcmont zu fliehen, welchen Ort Ollo einschloss , da er aber durch Natur und Kunst gleichbefestigt war, widerstand er jedem Angriffe , und als Giselbert heimlich entkommen war, kehrte der Königwieder nach Sachsen zurück. Ollo hatte aber den Grafen Jmmo, den treuesten Anhänger und den ver-schlagensten Rathgeber des Herzogs Giselbert gewonnen, wodurch eine Spaltung der Lotharinger entstand.

Eine neue grosse Verschwörung hatte sich gegen Otto gebildet. Er eilte zum dritlenmalo dem Rheine«U, welchen Fluss Eberhard, Herzog von Franken und Giselbert, Herzog von Lothringen in der Gegendvon Andernach überschritten hallen , um die Gegenden des rechten Rheinufers zu verwüsten. Als sie ihrHeer mit der Beute auf das linke Rheinufer zurückgesandt hatten , und im Kreise ihrer ausgewähltenVasallen am rechten Rheinufer noch ein Mahl einnahmen , überfiel eine Abiheilung des Heeres Ollo sie.Nach hartnäckigem Kampfe fiel Eberhard mit Wunden bedeckt , und Giselbert ertrank im Rhein. So en-digte der unruhige hochmüthige Herzog von Lotharingen Giselbert, ] )

Heinrich mit seinen Ansprüchen auf die Krone suchle sich nach Chevremont zu reiten , Gcrberga wiesihn aber ab. Nun begab er sich zu dem König der Westfrankcn Ludwig. Dieser benutzte den Augenblick ;als Ollo sich nach Franken gewannt halle, zu einem Einfalle in Lotharingen; er bemächtigte sich der Ger-be rga , und heirathele sie noch in demselben Jahre (939).

Otto kehrte nun nach Lotharingen zurück, und brachte alle Grossen zum Gehorsam und Lotharingen

') Confinnafor Beginenis ad ann. 939, Bei Perls 1\ I pag. 618,