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ihn Bufo und wurde dem König Heinrich treubrüchig. Mit seinem Bruder dem Könige und dem Grafen Hugoim Bunde bekriegte er Giselbert und Heribert; der Koni;; Ruodolf aber, der die Gelreucn Heinrichs befeh-dete , und den abgefallenen Boso in Schulz nahm , trat dadurch dem König Heinrich selbst feindlich ent-gegen. Dieser kam über den Rhein und war am 24lcn October zu Jvois am Char, wo dieser sich in dieMaas ergiesst; Heribert unterwarf sich ihm. Ruodolf versprach Ruhe und bewog den Heinrich über denRhein zurückzugehen , worauf alle gemeinschaftlich den Heribert angriffen, der, als im nächsten Jahre 931auch Giselbert mit den Lolharingern sich seinen Feinden zugesellte, von allen verlassen flüchtig zu Hein-rich kam, Eine Urkunde, angeblich am 3tcn April des Jahres 932 in Aachen ausgestellt und von Miraeu» ')herausgegeben, ist verdächtig. 2 }
Heinrich 1, starb am 2ten Juli 93G und liegt zu Quedlinburg in der Kirche des h. Petrus vor dem'Allare begraben.
Sein Sohn Otto I. folgte ihm auf dem Königsthron, Nach Bestimmung der Fürsten wurde Otto inAachen feierlich zum Könige gekrönt. Jn der Seilenhalle der Münsterkirche , die Karl d. G, erbaut und.Pabst Leo 111. geweiht halte , versammelten sich die Herzoge , Grafen und Vasallen. 3 J Sie führten den24järigen Herzog zum Throne , und versprachen ihm durch den Handschlag der Treue, seine Feinde auchfür die ihren zu achten. Es war der eigentliche Act der Huldigung. Hierauf wurden König und Fürstenvon der Geistlichkeit in der Kirche empfangen. Der Erzbischof Hildebert von Mainz führte den Ncnge-wählten in die Mitte, und zu dem Volke gewendet, welches die Emporkirche erfüllte, sprach er diedenkwürdigen Worte : Hier führe ich euch Otto zu , von Gott auserwählt , von König Heinrichvorgeschlagen, und jetzt von den gesammten Fürsten zum Könige gemacht. Wenn euch diese Wahl anstehtso erhebt die Hände zum Himmel, Olto empfing hierauf die Weihe von dem Erzbischofe von Mainz. Vordem Altar siebend überreichle der Erzbischof Hildebert dem Könige Schwert und Gürtel , bekleidete ihnmit.den Armspangen und dem Mantel , legte Slab und Scepter in seine Hand, salbte ihn mit dem heiligenOele und setzte vereint mit dem Erzbischofe von Köln die Krone auf sein Haupt, Auf dem Thronesitzend wohnte Otto darauf dem Hochamte, und dem Lobgcsange bei, mit dem der kirchliche Theil derFeier geendigt wurde.
Jn der Pfalz aber hielt Otto I. mit den Bischöfen und allem Volke an marmorner Tafel ein Mahl. DieHerzoge theilten zum Zeichen der Anerkennung des gemeinsamen Oberhaupts die Sorge der Bewirthunp,Die von Franken und Schwaben, hallen Speisen und Wein gegeben,, der Herzog von Baiern halle demGefolge die Lagerungsplätze angewiesen, und der von Lotharingen, die Anordnung der Feierlichkeit geleitet.
') Opera diploi», T, 1, pag. 38.
2 ) Siehe über das bisher Gesagte .- Jahrbücher des deutschen Reichs unter dem sächsischen Hause ,
von Hanke. \r fid, lste Jhth. Berlin 1837 , wo die respectiee Quellen beigegeben sind. Und
wodurch ich hier der vielen Citaten enthoben bin.S -J U'iduk. T. U. p„g, 642,