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die Herrschaft über einen grossen Theil von Lotharingen , welchen Besitz er durch Besiegung der Gegnerpicht nur befestigte, sondern auch erweiterte. Mit dem Jahre 924 zählte Heinrich I. nebst dem Deutschen,auch die Jahre seines Lotharingischen Reichs,
Heinrich I. durch den Einfall der Ungarn in Sachsen bewogen, eilte dorthin, worauf ihn Gisclbert und Otto aufsNeue verliesscn, und auf Seite des Königs Ruodolf traten. Jm folgenden Jahre aber tarn Heinrich über denRhein , belagerte und nahm mit Gewalt Zülpich , die Feste Giselberls. Durch List soll Giselbert in Hein-richs I. Gewall gerathen sein. Dieser gewann den edeln und kräftigen Jüngling ]; c .], } vermählte ihn mitseiner Tochter Gerbcrga , und bestätigte ihm die Herrschaft von Lotharingen.
So wurde das Lotharische Reich und die schönen Provinzen am diesseitigen Rheinufer vorzüglichdurch geschickte Benulzung der Verhältnisse für Deutschland gewonnen Jm Jallre 92G schickte Heinrichden Herzog von Franken Eberhard l ) nach Lotharingen , der die durch Partheiung getrennten Grossen ver-einte , und die Ruhe befestigte.
Mit dem Jahre 927 erhoben sich wieder neue Unruhen in West franken, welche die Aufmerksamkeit desKönigs Heinrich in Anspruch nahmen. Heinrich halle im Frühling dieses Jahrs mit dem Heribert, der sichmit dem Könige Ruodolf entzweit halle, eine Zusammenkunft , und der mit dem Grafen IIu.'o über denRhein zu Heinrich 1. kam und mit ihm Friede und Freundschaft machte.
Audi im Jahre 92S forderten die Verhältnisse Lotharingens die Gegenwart des Königs Heinrich. DerGraf Boso , Bruder des Königs Ruodolf weigerte Heinrich den Gehorsam, und feindete dessen Getreue , na-mentlich den Herzog Giselbert an.Milcinem ansehnlichen Heere rückte Heinrich in Lotharingen ein und be-lagerte die Feste Durcfastum an der Maas Doch Boso geloblc nunmehr dem Könige Heinrich Treue undbeschwor mit dem Herzoge Giselbert den Frieden,
Am Ende des Jahres 929 begab sich der König Heinrich wieder an den Rhein. Jm Juli des Jahres 930war Heinrich 1. im Pallaste Aachen , und bestätigte allda Nonas Julii auf Eilten des Bischofs Ha-charius und der Grafen Ebehardus und Gisalbertus den Benedicüncrn an der hiesigen Pallast-Kapelle, welchedie Urkunde Kanonici nennt, die Schenkungen der Könige Lothar, Karl und Arnolf des ncuuteu Theilsder Einkünfte von 47 Königshöfen 2 ). Die Abweichungen in der Orthographie dieser Villen , und die seitdem Jahre 888 3 ) hinzugekommenen, sind bemerkenswert!!.
Die Grafen Heribert und Hugo befeindeten 929 den Boso, entzweiten sich aber am Ende dieses Jahres,Boso verband sich nun mit Hugo gegen Heribert , und erhielten von dem Herzoge Giselbcrl Hülfe. So ver-liel das Jahr 930 unter anhaltenden Fehden und Raubereien. Jm folgenden Jahre aber gerieth Boso mitGiselbert in Streit und trat zu Heribert über; als aber später dieser sich mit Giselbert vertrug, vcrliess
»J Er wird von mehren für den eisten Pfalsgrafen in Lotharwjen gehalten.*) Cod. dipl. aquen. N. 10. «««. 7.J ) Cod, dipl, aquen. N, 5. putj. 4.