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1 (1840)
Entstehung
Seite
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eben Wiirseln (WoTmsalt) uiul zum alten Kamp (ad antiquum Campum) welche die jstzige Pfarrkirch«Laurenzberg bei Aaclicn wohl sein wird '), der Abtei Prüm.

Der wasserreiche Worm-Bach bildete von jeher die westliche Grenze der grossen Pfarre Wiirseln , auswelcher in den neuern Zeilen die Pfarrdörfer Haaren, Weiden und Verlautcnheide entstanden sind, % Andem der Pfarrkirche Laurenzberg umgebenden Kirchhofe , der Kirche weslnord, liegt ein alles Gebäude, dasnun eine Schenke ist, und Kamp ,,op gene Kamp" in der Volkssprache genannt wird. In einer Urkundevom Jahre 1240 , mit welcher der Dechant Theodericus und das Kapitel dos Münsterstifts ein Gut inVelschau in Erbpacht gaben , befinden sich unter den Zeugen , die alle in der Umgegend wohnten, auchzwei, wahrscheinlich Vater und Solin , de Campo genannt 2 ). Doch über diese beiden Kirchen wird unten zuseiner Zeit noch weitläufig zu reden sein.

Von den obigen drei Mausen war einer königliches Kammergut , und alle drei lagen in der Nähe derKapelle, Der Abt der Abtei Prüm liess die nunmehr dotirte und im Baue hergestellte Kapelle einweihen zuEhrendes Heilandes, welchem ebenfalls seine Abtei gewidmet war. Nur 136 Jahre blieb die Abtei Prümim Besitze der Kapelle. v

837 befand sich Ludwig II. der Deutsche im Juni nochmals in Aachen , wie auch 874 im August. Erstarb 876 zu Frankfurt , und wurde im Kloster Lorsch begraben. Ludwig hatte den 22. April 8G5 seinReich unter seine drei Söhne getheill. Sein ältester Sohn harlomann erhielt Baiern und die Gränzmarkeugegen die slavischen und langobardischen Völker , dem Jüngern Ludwig bestimmte er Ostfranken, Sachsenund Thüringen , und dem jüngsten Karl Alemannien , und C.hurwalchen , welche Theilung die Brüder 870näher bestimmten und bestätigten, harlomann starb 880.

Aachen gehörte nunmehro Ludwig III. dem Jüngern.

Als Karl der Kahle, Oheim Ludwigs III., die Kunde vom Absterben seines Bruders LudwigII. erhielt, fiel er in die Länder Ludwigs diesscit des Rheins, Aachen , Köln etc, Ludwig sam-melte seine Getreuen, und lagerte sich auf dem rechten Rheinufer, führte diese in der Nacht , Andernach(in castello Andernaco) gegenüber , über den Rhein , und trug am 9. Oelober in der Umgegend von An-dernach einen vollständigen Sieg über Karl davon , welcher nur mit Wenigen entkam.

Ludwig in Aachen angekommen , ordnete den diesscit des Rheins gelegenen Theil seines Reiches.

Arn 15. März 877 bestätigte er die Schenkung seines Vaters der Vil'a erusciniacuril (Gressenieh) an dieAbtei Korneli-Münster s j und feierte Weihnachten zu Aachen. Im Februar 878 erhielt er von seinem Bru-der Karlomann dessen Anlheil an Lothringen zurück , welchen Anlheil er bald darauf mit seinem BruderKar! dem Dicken theilte Im Oelober kam er in Aachen mit seinem Vetter , dem Könige Ludwig dem

') Cod. diplont. aquen. V. 45« P«g- 33.

-) Schlots und Kapelle Hcrnsberij 1831- l'ik. G.

s ) Coil. dipL iHjiu'n. N, 4,