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cilium halten und gab das Capilular über Unterhaltung der Kirchengebäude. ') Er blieb nun in Aachenbis Ende April 810. Am 8. Juli dieses Jahres starb sein Sohn Pippin , im October machte der Kaiser imPallaste Aachen eine friedliche Ucbercinkunft mit den Gesandten des Kaisers Nicephorus von Konstantinouelund des Königs Abulaz von Spanien. Auch erlicss er von Aachen aus das Capitular \on falschen Anklägernam Kaiserlichen Hoflager. 2 ) 811 hielt der Kaiser hier ein allgemeines Placilum und machte ein Testamentüber seine fahrende Habe. Um die Verlheilung der Almosen nach seinem Tode zu sichern, und Streit un-ter seinen Erben zu vermeiden , heisst es , habe er seine sümmllichcn Schatze und Baarschaften aus Goldund Silber an diesem Tage in drei Hauptabteilungen bringen lassen. Aus zweien derselben habe er sodannnach der Zahl der in seinem Reiche befindlichen crzbischöflichen Sitze ein und zwanzig Unlerabtheilungengebildet , deren jede besonders aufbewahrt , besiegelt und mit dem Namen der betreffenden Städte über-schrieben sei , um nach seinem Tode an deren Erzbischöfe ausgehändigt zu werden , welche jedesmal einDrittel für sich behalten und die übrigen zwei Drittel unter ihre Suffragan - Bischöfe verthcilen sollten.Die dritte Hauptabteilung wurde zunächst dem tagliehen Gebrauche vorbehalten , sollte aber nach desKaisers Tode , oder wenn er sich etwa freiwillig von den weltlichen Dingen zurückgezogen haben würde ,mit allem andern Naehlass an Erz und Eisen , Waffen und Kleidern , Hausgeräthschaften jeder Art undnamentlich auch der zahlreichen Bibliothek , deren einzelne Bücher nach ihrem Werlh zu veräussern wären,in weitere vier Theile gctheilt werden. Deren ersten bestimmte der Kaiser zu verhällnissmässigcr Vermeh-rung obi"er 21 Theile , den Zweiten seinen Kindern und Enkeln , den Drillen den Armen, den Viertendem Hansgesinde des Kaisers. 3 )
Am 14. Juni 811 befand sich der Kaiser noch im hiesigen Pallaste , wohin or nach einer kurzen Ab-wesenheit im November zurückgekehrt war , und den er von nun an bis zu seinem Ende nicht mehrverliess. Sein Sohn Karl starb am 4. December dieses Jahres. Am 8- März 812 hielt der Kaiser .-einPlacitum und feierte am 4, April das Osterfest, Um diese Zeit licss er einen allgemeinen Convent halten,,u\)d entsendete den Bernhard , Sohn des verstorbenen Pippin , nach Italien.
Im Mai 813 wurde der Kaiser auf der Jagd in den Ardennen von einem Fussübel befallen, und kehrtenach Aachen zurück , wo er einen allgemeinen Reichs-Convcnt 4 ) hielt , bei welcher Gelegenheit er
J ) Balu.se l. c. Tom. I pag. 465.
-) ßaluze l. c, T. I, pag. 473.
') Einhardi tita l c Cap. 33.
4 ) Auf den Reichstagen wurden Klagen geschlichtet , Recht gesprochen und allgemeine Gesetze ge-geben. Zugleich auch die Kriegsvölker gemustert. Ebenfalls empfingen dann die Könige vonihren llnterthanen Geschenke, theils zum Beweise ihrer Ehrfurcht und Anhänglichkeit, theilsbestimmt die nöthigen Ausgaben zu bestreiten, /Sie wurden jährliche Geschenke (annulia dona")genannt, und bestanden in Silber, Geld und Vieh, besonders in Pferden, Unter Pippin und Karlwurden diese Reichstage zweimal im Jahre gehalten.