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Ein Säulengang verband den Pallast mit der Hofkapelle , der, wenn man sich die spater angebauten Kapel-len und den Chor der Kirche wegdenkt, über den Katschliof muss geführt worden sein. Einhartschreibt von demselben im 32ten Kapitel der Lebensbeschreibung Karl d. G,, in welchem er die Vor-zeichen des herannahenden Endes desselben angibt : „Der Säulengang den er zwischen dem Münster unddem Königliehen Pallaste mit mühsamem Bau aufgeführt , ist am Tage der Himmelfahrt unseres Herrn durcheinen plötzlichen Einsturz bis auf die Grundlagen zusammengesunken," Wahrscheinlich durch ein starkesErdbeben, denn einige Zeilen weiter heisst es: „Hierzu kam ein häufiges Wanken des Aachener Pallastes,und ein unaufhörliches Knarren des Täfelwerks in den Zimmern, worin er gewohnt. Auch wurde dasMünster, in welchem er nachmals begrabeu worden, im Donnerwetter ge trollen , und der goldene Apfel ,womit des Daches Spitze geschmückt war, von einem Blitzstrahl zerschlagen, und über das Haus des Bi-schofs , das dem Münster benachbart lag , hinweggeschleudcrt."
j^In demselben Münster , war auf dem Bande des Simses , so im Innern der Kirche zwischen den pberuund untern Bögen rings umlief, eine Inschrift, mit Mennig geschrieben , welche enthielt , wer der Gründerdieses Tempels wäre, und in deren letzter Zeile die Worte zu lesen: Carolus prineeps (Fürst)." Hier istnun von einigen bemerkt worden, dass in seinem Todesjahre wenige Monden vor seinem 11 iniritt dieBuchstaben , die das Wort Prineeps ausdrückten , also erloschen, dass sie durchaus nicht weiter sichtbarwaren."
Am 20. April des Jahres 805 feierte der Kaiser Ostern im Pallaste Aachen , in welchen Tlieodorus derCagan der Hunnen zu ihm kam , und ihn bat , ihm und seinem von den Slaveu bedrängten Volkeneue Wohnsitze zwischen Sarvar, und Heimburg an der Donau zu gestatten, was Karl genehmigte. Hier-auf sendete er seinen Sohn Karl mit einem Heer nach Böhmen, wo dieser den Herzog Bocho tödlclc unddas Land verwüstete. Im Juli reisele der Kaiser von Aachen über Dicdenhofen und Metz in die Vogeseuzur Herbstjagd. ')
Am 6ten Februar 806 iheilte Karl sein grosses Reich unter seine drei Söhne ; Karl, Pippin und Ludwig.Er Hess die Theilungs-Urkunde von den fränkischen Grossen beschwören und versah sie mit verschiedenenForschriften. Einhart wurde beauftragt dieselbe dem Papste Leo in Rom zur Unterschrift vorzulegen.
Im Juni war der Kaiser wieder in seinem Pallasle Aachen. Nachdem er seinen Sohn Karl gegen dieSoraben au der Elbe gesendet halle, und dieser zu Seile an der Maas siegreich zu ihm zurückgekehrt war,begab sich der Kaiser nach Aachen , wo er die Weihnachten und am 28- März 807 die Ostern feierte. VorWeihnachten dieses Jahres war Karl wieder in Aachen , und blieb allda bis Anfangs April 808 , feierteden IG. des genannten Monats die Ostern zu Nimwegen, uud kehrte im Mai nach Aachen zurück , woer blieb und überwinterte.
Als er im November 800 von der Uerbstjagd aus den Ardennen zurückgekehrt war, Hess er ein Con-
O Einhard annal. bei Perlz. I. c. p. 192 und 93.