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seinem 211 diesem Zwecke herbferufe'nen Sohne Ludwig eine Krone aufsetzte und ilin zum Kaiser ernannte ;zum Könige von Italien aber machte er seinen Enkel Bernhard.
Hierauf zog der Kaiser auf die Jagd in die benachbarten Wälder, von der er am 1. November zurück-kehrte, Anfangs Januar 814 wurde Karl vom Fieber befallen und starb am 28. dieses Monats. Noch andemselben Tage wurde er in der Marien- oder Münslerkirche beigesetzt lieber seine Gruft wurde einvergoldeter Bogen mit seinem Bildniss und einer Jnschrift errichtet, die also lautete : ,_,'n diesem Grabe ruhetder Leichnam Karls des Grossen und rechtgläubigen Kaisers , welcher das Reich der Franken ruhmvoll er-weitert, das er sieben und vierzig Jahre lang glücklich regieret. Er starb ein siebenziger, im Jahre nachder Geburt des Herrn achthundert und vierzehn , der Jndiction ') im siebenten , am 28- Januar. *)
lieber die unächtc pragmalica sanetio Karls d. G. , die unsere Chronikschreibern so arg mitgespielt hat ,ist nicht nur in Einhalts Lebensbesehreibung Karls d. G , sondern auch in den gleichzeitigen Urkundenund bei den wichtigen Schriftstellern dieser Periode ein tiefes Stillschweigen,
Geflissendlich sind hier Jahre , Monate und Tage, an welchen Karl d. G im Pallaste Aachen nach denallda von ihm ausgestellten Urkunden , mit Einklang der Schriftsteller dieses Zeitalters aufgestellt worden,um dadurch die Fabeln über ihn,, besonders die bei dem Absterben der Faslrada in Frankfurt den 10.August 794 sieh zugetragen haben soll, und die mit Eginhart und Emma , die man aber im Pallaste In-gelheim geschehen lässt, in ihrem wahren Werthe zu zeigen, welche Fabeln Schriftsteller eines von KarlsZeiten weit entfernten Zeitalters erdichtet haben , und die nur bei Romanen-Schreibern und Dichtern an-zutreffen sein sollten, denn diesen muss solches überlassen werden,
Ludwig der Fromme wurde noch als ein Kind durch den Pabst Hadrian in Gegenwart seines VatersKarl d. G. am 15. April 781 zu Rom als König von Aquitanien gekrönt , nachher zu Orleans als eindreijähriger Knabe bewaffnet, auf ein Pferd gesetzt und in sein Aquitanien eingeführt. Zehn Jahre nachherwurde er zu Regensburg wehrhaft gemacht. 799 unterzeichnete er im Pallaste Aachen die Schenkung seinerTante Gisla an das St. Denis Kloster 3 ). Im August des Jahres 813 setzte ihm sein Vater Karl d. G. in derHotkapelle Aachen eine Krone auf, und ernannte ihn zum Kaiser. Seine Brüder Pippin und Karl waren
') Diese Datirungsformel nahm Karl bei seiner Kaiserhbnung 800 an. Sie ist daher entstanden ,weil wahrscheinlich um 333 nach Christi Geburt eine Vermögens-Steuer im römischen Reicheingeführt , deren Betrag für jede Provinz , jede Stadt , und jeden einzelnen Bürger alle 15Jahre neu angesagt (indictum) tourde. Daher die jede 15 Jahre neu angesagte Steuer selbst denNamen Jndiction erhielt , d, i. die Bezeichnung eines Zeitraums von 15 Jahren Die Zahl derwie richten Jndiction wird meistens weggelassen. Man fing aber die Jndictioncu •*'< suhlen anvom dritten Jahre vor Christi Geburt.
2 j Sub hoc conditorio situm est corpus Caroli Magni atque orlhodo.ri imperalori«, qui regnum Fran-corum nobiliter ampliacit et per annos XLVll. feliciter tenuit. decessil sepluagenarius anno dni.DCCC.X111I. indictione f 11, I . Kalendas Februarii. Einhard Cap. 31.
3 j Bouquet l. c, T. f. pag. 7(i0,
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