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1 (1840)
Entstehung
Seite
14
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Münsterkirche weihete ') und am ßten Januar 805 das Drcikünigenfesl feierte, worauf der Kaiser iLn reiclibeschenkt durch ßaicrn bis Ravenna begleiten licss.

Die Bauten des Pallasles und des Münsters waren nunmehr beendigt , und das Kaisers- auch Konigs-Bad genannt, hergestellt. Das Ganze war von einer Mauer eingcf'asl. Die Construclion des Pallastcs und seinerGebäulichteiten anzugeben , ist die Aufgabe der Archäologen. 2 )

Es ist eher anzunehmen , dass Pallast und Kirche , wenn auch einen grössern, doch aber denselbenRaum eingenommen haben., welchen der vorige Pallast mit seiner Ilofkapelle einnahm, als dass bei derenneuen Anlage man sich nach den Räumen und der Lage eines anderswo vorhandenen Pallastes gerich-tet habe. Ebenso wird dabei die Beschaffenheit und Lage des zu bebauenden Raumes berücksichtigtworden sein.

Der Haupllheil des Pallasles nahm bestimmt den Plateau, oder das Ende des oben gesagten Hügels ,das jetzige Rathhaus und den Marktplatz ein, Die übrigen Gebäude werden sich wohl über die südlichenund nördlichen Abhänge des Marktplatzes und dessen östliche Senkung erstreckt haben, vielleicht auch nochüber einen Theil des Rückens des Hügels, d. i. die nunmehrige Jakobstrasse,

Hinter dem jetzigen Rallihausc westwärts an dem Kalschhofe waren vielleicht zuerst die Stallungen für dieKöniglichen Pferde, deren Raum das nunmehrige geräumige Schul- und andere Gebäude einnehmen. Mitjenen sind in der Folge die Grafen von Schieiden belehnt worden. Noch vor dem erschrecklichen Stadt-brande vom Jahre 1G5G standen auf diesem Räume Gebäude, über welchen sieh die Tuchhalle befand ,und die in den alten Schriften des Kaiserlichen oder Schleidcner Lehen Ställe genannt werden, Sie gehör-ten zu diesem Lehen , wie auch die zwei neben dem Garten des Ralhhauses und einige an der Krämer-Sirasse,dein Katschhofe zu gelegenen Häuser.

Das Klostergebäude der Benedicliner, welches , wie oben schon angedeutet worden ist, der Ilofkapelle'westlich anlag , sticss an diese Ställe, sein Garten aber nahm den jetzigen Klosterplatz ein, dehnte sichbis hinter die besagten Ställe aus; und hat wahrscheinlich an die Jacobstrassc, Klappergasse uud Rcnn-bahnslrasse gegrenzt.

Die Lage des Münsters war merklich tiefer als die des Klostergcbäudes und der Ställe, Die Wohnungdes (Hof-) Bischofs war aller Wahrscheinlichkeit nach der Ilofkapelle ostwärts. Vielleicht nahm sie denRaum des jetzigen Chors der Kirche ein. Auf den Räumen der Häuser der Hofslrasse , und der an diesenstossenden Kräinerstrasse , war die Curia. Oberhalb derselben dem Marktplätze zu wird die Aula zusuchen sein. ,

Die Hofstrasse endigt sich südostwärls an eine enge Tiefe, in welcher die Thermalquellen hervorsprudeln,und die in den Urkunden des 14ten und l^ten Jahrhundertsauf den heissen Born-' genannt wird.

-) Codex diplom, aque.n. N t 44, pag. 31.

a ) Siehe die gediegene Schrift Nolien archäologische Beschreibung der Münslerhirche und des Pal-lastes Karl d G, Aachen 1818-