Druckschrift 
Über Stadt und Stift Werden und dessen Verhältnisse zu den Grafen von der Mark : staatsrechtlich bearb.
Entstehung
Seite
339
Einzelbild herunterladen
 

339Menschenmasse 5); und es wäre zu wünschen,daß sie, nicht so sehr mit den Thorheitenund Lastern, als mit der wissenschaftlichenCultur und einer wohlverstandenen Aufklä-rung mit dem Zeitalter überall wenigstensgleichen Schritt gehalten hätten. Aller Or-ten blühen Academien, in allen Zweigen derWissenschaften sind grosse Fortschritte ge-macht, das Lesen ist allgemeines Bedürfnißgeworden; nur die Büchersäle der Clöstersind hier und dort noch verödet, die Wiß-begierde nicht gnug belebt, der Unterrichtdurchaus vernachlässiget u. s. w. Aber es be-ginnet wieder Tag zu werden, und man darfmit Grund hoffen, daß sie mit der Zeitdas werden und leisten, was sie werdenund leisten sollten. Schon wirklich sind inTentschland zumal Benedictinerclöster, wel-che zum Muster aufgestellt werden können,und Männer mit bleibenden Verdiensten fürdie Geschichte, Moral, Religion und po-puläre Theologie hervorgebracht haben.St. Emmeran, Kempten, Banz, Is-ny, Neressheim 2c. haben sich in derliterarischen Welt mit Ruhm bekannt ge-macht. Dem jetzigen. Fürſtabt von Kemp-ten verdanken wir die schöne Uebersetzungdes neuen Testaments in unsere Sprache.Dem gelehrten und aufgekläten Pater Ja-cob die vortrefliche Moraltheologie, undwer9 2