338dahin an dem Ackerbau wenig Geschmackgefunden hatte, den Boden, woran ihn kei-nerlei Vorliebe fesselte, den er ohne Schmerzmit jedem andern vertauschte, bald wieder„vernachlässiget, und ohne ihre ständige Ge-genwart würde die heilige Religion nicht so-vald Wurzel gefaßt, und vielleicht gar dieAbgötterei die Oberhand behalten haben. (1)So wie sie also Menschen um sich her sammel-ten, welches zu vielen Städten Anlaß gab;so uͤbernahmen sie auch den Unterricht in derReligion, und viele Abteien, Fuld, Cor-bei, Prümzc. waren für die damalige Zei-ten berühmte Schulen. Inwendig beschäf-tigte man sich mit Handarbeiten, mit Ab-schreiben, zwar auch vieler unnützer Sachen,aber doch hauptsächlich der h. Schrift, dergriechischen, römischen 2c. Classicer. (2). Siesammelten alle nützliche Werke, (3) sie wä-ren die Gelehrten des Zeitalters (4), undihrem ausdaurenden Fleisse, selbst ihren un-zugänglichen und unzerstörbaren Mauren ha-ben wir es zu danken, daß diese kostbarenUeberbleibsel, des menschlichen Verstandes beiallen Fehden und innerlichen Kriegenglücklich gerettet und auf uns gebracht sind. (5).Jetzt hat sich allerdings, nach dem gewöhn-lichen Laufe der Dinge, die Scene geändert;die Clöster im Ganzen stehn nicht mehr imüberwiegenden Verhältnisse zu der übrigenMen-
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Über Stadt und Stift Werden und dessen Verhältnisse zu den Grafen von der Mark : staatsrechtlich bearb.
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338
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