314§. 88.Unruhen bei dem Ausgange des Jahr-hunderts..47.Nun hielt die Abtey sich berechtiget, zuhoffen, daß endlich Herr und Unterthanzu der Aufrechthaltung der festgesetzten Ord-nung sich wechselseitig die Hände bieten;daß einjeder in seiner Lage des Glücks fort-hin ruhig geniessen würde, welches ihm be-vorstand. Der Erfolg entsprach aber derErwartung nicht. Sogar kam der durchaufrührerische, und irreligiöse Schandschrif-ten jetzt allgemein rege gewordene falscheFreyheitsgeist von der einen, der Bedru-ckung von der andern Seite auf halbemWeege entgegen, und boten sich einanderdie Hand. Aus einer solchen unnatürlichenVerbindung mußte nothwendig Bizarrerieentstehn Nicht genug, daß hie und da einUnterthan so wenig als moͤglich abzugebenbedarf, so glaubt er, daß auch das schonzuviel, und er aus Gründen einer mißver-standenen Gleichheit zu gar keiner Abgabeverpflichtet wäre. Nicht genug, daß hie undda ein Pächter bei seinen vortheilhaften Be-dingnissen Wohlstand und Ueberfluß überseine ganze Familie verbreitet, die langjäh-rige Güte seiner uneigennützigen Pachtherr-ſchaft
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Über Stadt und Stift Werden und dessen Verhältnisse zu den Grafen von der Mark : staatsrechtlich bearb.
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