508Familienväter, gemeinnützige Staatsburgerder ſogenannten Politik mit kaltem Bluteum Opfer bringen.Die Stiftsherrn wurden unter dem Got-tesdienste körperlich gemißhandelt, ein Got-teshaus in eine Schandbühne verwan-delt, die Lehre des Christentums durch dieArt, wie der reformirte Kirchendienst ein-geführt werden wollte, entheiligt; die Be-amte abgesetzt; die Unterthanen des Ge-horsams gegen ihren Landeshern entlassen;der Abt aus seinem Eigentum verjagt;die Wahl eines neuen Abtes, unter demVorwande, daß er die Einkünfte im Aus-lande verschleudere (s. den anmaßlichencommissarischen Befehl bei Lünig a. a.O. S. 715) wiewohl vergeblich versucht;und überhaupt solche Greuel begangen,daß der gerechte König, der zwar seine,ihm als gegründet vorgeſtellte, Befugniſſebeh aupten, aber auch die möglichste Scho-nung dabei beobachten wollte, dieses Un-Geheur zur Verantwortung zog, welchenur sein plötzlicher Tod zu vereitlen ver-mögend war. Hieraus wird man die Stel-le bei Buchholz. Gesch. d. Churm.Brand. 5. B. S. 9. erklären können,wobei noch erinnert werden muß, daß dasCapitel von Werden so wenig dem Königvon Preussen, als den Kurfürsten vonBrandenburg, Herzogen von Gülich, Gra-fen von der Mark gehuldiget hat.2)
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Über Stadt und Stift Werden und dessen Verhältnisse zu den Grafen von der Mark : staatsrechtlich bearb.
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308
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