307ders würde preisgegeben werden 1), uneinge-denk, daß Friederich I. noch kurz zuvor, (1700)dem Kaiser, dessen wahrhaft väterlichen Für-sorge auch ein geringer Reichsstand nicht ent-gangen war, die Abhilfe der WerdenſchenBeschwerden in dem Krontractate zugesi-chert, auch dieselben 1702 zum Theil schonabgeholfen hatte. Aber was läßt sich nichtvon Ministern und Beamten erwarten,die um ihren Ehrgeiz zu befriedigen, ihrenpersönlichen Ruf zu gründen, die Ehre undden Ruf ihrer Fürsten aufs Spiel, die ih-re Herrn in den Schatten setzen, wenn sienur glänzen können; die verschulden, daßdie liebenswürdigsten Fürsten nicht nur ge-fürchtet, auch — gehaßt werden. Nicht dieFürsten, welche unmöglich alles mit eignenAugen sehn, unmöglich überall das Falschevon dem Wahren unterscheiden können, undwäre es auch ein — Karl der Grosse,sondern sie sind die eigentlichen Despoten,welche durch ihre Wortbrüchigkeit 2), undunersättlichen Hunger nach Geld und Ehregroſſe und kleine Gemeinden des Erdbodensin Elend und Verderben stürzen; denenes Wollust ist, ganze Menschen⸗Massen wieEbbe und Fluth hin= und herzuwerfen; dieoft bei der wohlverdienten Strafe gemein-schädlicher Missethäter Empfindung heuchelnund dagegen schuldlose und unentbehrlicheFa-U 2
Druckschrift
Über Stadt und Stift Werden und dessen Verhältnisse zu den Grafen von der Mark : staatsrechtlich bearb.
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307
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