115Kreise, weil sie, nach dessen Behauptung,durch diese Theilung an Westphalen ge-kommen seyn sollen, denn der HauptsitzCleve sowohl als die meisten Stücke desHerzogtums liegen am linken Ufer desRheins, und sind auch nach der TheilungZugehoͤre des lotharingischen Reichs geklie-ben, eben so, wie Gülich, Geldern, Lüt-tig ꝛc. welche ebenfalls jetzt zum Niederrh.Westphälischen Kreise gehören. DieserKreis kann nicht geradezu der Westphäli-sche genannt werden, so wie er auch richti-ger der Niederrheiniſch⸗WeſtphäliſcheKreis genannt wird, weil er aus Staa-ten, welche zu Westphalen, und dem frän-kischen Niederrhein gehörten, zusammenge-setzt ist. Es fällt schwer, einem Mannevon solchen Verdiensten, wie Bessel, zuwidersprechen, das Publikum verlangt aberWahrheiten. Amicus mihi Plato, sedmagis amica Veritas.Sie sollen deswegen Ripuarier heissen,weil sie an den Ufern des Rheins wohn-ten. Duchesne voc. Riparii, wo er dieMeynung des Chifflet in Vind. Hisp.,welche dagegen Conring. de O. J. G. cap.10. p. 44. angenommen hat, daß näm-lich Ribuarien von der Ruhr den Namentrage, bestreitet. Es kann aber auch vonRivus, Ribus, gallisch Rive abstammen,weil es zwischen mehrern Flüssen lag.Dieſe Meynung ſcheint von dem Umſian-de unterstützt zu werden, daß die Ribua-riiH 2
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Über Stadt und Stift Werden und dessen Verhältnisse zu den Grafen von der Mark : staatsrechtlich bearb.
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