254den sie mit der Dictatorwürde auch eben so ohneUrsache zuruckhaltend, als sie zuvor verschwen-derisch damit gewesen. Ihre nunmehrige Be-sorgniß war aber nicht sehr gegründet; denn siehätten leicht einsehen können, daß eben dieSchwäche ihrer Hauptstadt sie gegen die Macht-haber, welche in ihrer Mitte waren, schon genugin Sicherheit stellte; daß ein Dictator die öf-fentliche Freyheit noch einigermaßen hätte unter-stützen, niemals aber hätte gefährden können;und endlich, daß die Fesseln Roms nicht in Romselbst, sondern in den Armeen geschmiedet wür-den. Die Ohnmacht des Widerstandes, denMarius dem Sylla, und Pompejus dem Cäsarentgegenzusetzen hatte, zeigte wohl, was sich voneiner Gewalt im Innern gegen eine Gewalt vonAußen erwarten ließ.Diese übel angebrachte Vorsicht verleitete sieindeß zu großen Mißgriffen. So war es z. B.ein Versehen, bey Gelegenheit des Vorgangesmit Catilina keinen Dictator ernannt zu haben.Denn da nur das Innere der Stadt, und höch-stens etwa eine italienische Provinz, darunterbetheiligt war, so würde ein Dictator mit derunumschränkten Gewalt, welche ihm die Gesetzegestatteten, sehr bald eine Verschwörung zerstreuthaben, die nun erst durch glücklich eintreffende
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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