176Zahl zur größern überginge; dann könnte mansagen, daß sie ihre Spannkraft verlöre. Aberdieser umgekehrte Gang ist nicht wohl möglich.Denn eigentlich ändert eine Regierung niemalsihre Form, außer wenn ihre Triebfeder zu sehrabgenutzt, und ihre Kräfte zu sehr erschöpftsind,gentlich die erste Gründungsepoche der Republikdiese konnte aber noch keine bleibende Gestalt erhal-ten, weil das Werk erst zur Hälfte vollendet war,so lange das Patriziat nicht abgestellt wurde. Denndadurch blieb die Erbaristokratie (die schlechtestealler möglichen Regierungsarten) mit der Deme-kratie in endlosem Widerstreite, und die Verfassungnoch immer schwankend und ungewiß, bis sie erstdurch die Ernennung der Tribunen Festigkeit ei-langte. Dadurch wurde sie erst, wie auch Machia-vell (Disc. sop. Tit. Liv. Lib. I. Cap. 3.) ge-zeigt hat, eine wahre Regierung, und eine eigent-liche Demokratie. In der That war damals dasVolk nicht allein Oberherr, sondern es zeigte sichauch als Obrigkeit und Richter; der Senat warnur eine untergeordnete Stelle, die zu mehrererConcentrirung der Regierungsgewalt diente, unddie Consulen selbst, obgleich sie Patrizier, und dievornehmstin obrigkeitlichen Personen, und im Krie-ge die unumschränkten Feldherren waren, waren zuRom doch nur die Vorsitzführer im Volke.Seitdem aber fing die Regierung auch schonan, ihrem natürlichen Hange zu folgen, und sichimmer mehr zur Aristokratie hinzuneigen. Nachge-hends=
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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176
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