145häufen: daß die Kraft des Volkes ihre eigene,daß es folglich ihr augenſcheinlichſter Vortheilsey, wenn das Volk in einem blühenden, zahl-reichen und furchtbaren Zustande sich befinde.Sie wissen doch, daß es sich in der That andersverhält. Ihr nächster und persönlicher Vortheilist, daß das Volk geschwächt, elend und ohn-mächtig sey, ihnen zu widerstehen. Freylich,wenn ſich vorausſetzen ließe, daß das Volk ohneAufhören in blinder Unterwürfigkeit bliebedann würde es der Fürsten Vortheil seyn, ander Spitze eines kraftvollen Volkes zu ſtehen,weil dessen Kraft ihre eigene wäre, und sie da-durch ihren Nachbarn furchtbar würden. Allein,da dieser Vortheil doch immer nur ein mittelba-ter, und untergeordneter, jene doppelte Voraus-setzung aber (ungeschwächte Volkskraft, undUnterwürfigkeit) sich nicht wohl verpaaren läßt:so ist natürlich, daß die Fürsten gewöhnlich einerMaxime den Vorzug geben, wovon sie sich dennächsten Vortheil versprechen. Dies war es,was Samuel (I. B. VIII. K. 11—18. V.) denHebräern so nachdrücklich vorstellte, und wasMachiavell so einleuchtend gezeigt hat. Unterdem Anscheine, Könige zu unterweisen, hat erden Völkern große Lehren gegeben. Machia-
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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145
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