101streuter Menschen nur auf wenige Punkte auf-einander drängen (*). Hat das Land weite Kü-sten, und bequeme Anfurten, so bedecket dieMeere mit Schiffen, befördert Handel und See-fahrt; ihr werdet ein glänzendes, freylich nurein vergängliches, Daseyn bekommen. Berührtdas Meer an euren Geſtaden nichts als ſchroffeFelsen, und unzugängliche Klippen: so bleibetrohe, und lebet vom Fischfang; ihr werdet umso ruhiger, vielleicht besser, wenigstens glückli-cher leben. Mit einem Wort, ein jedes Volkhat seine Besonderheiten (bb), die eine eigene(*) „So scheinbar, sagt M. d’A., manchmal einlebhaftes Verkehr von aussen ist, so gewährt es dochüberhaupt dem Staate im Innern geringen Nutzen.Es kann einige Einzelne, sogar einige Städte, be-reichern; aber das Ganze der Nation gewinnt nichtsdabey, das Volk befindet sich nicht besser.“Vergl. Büsch v. Geldesumlauf 2. Th. 6. B. 2. Abth.(bb) „So wie dieselbe Speise, durch verschiedene Zu-„bereitung, zwar einen andern Geschmack bekom-„men, aber ihre innere Kraft zu nähren, oder zu„schaden, durch Verkünstelung niemal ganz verlie-„ren kann: so bleiben auch in jedem Volke, unge-„achtet des fortwirkenden Einflusses, den mehrere„Jahrhunderte auf Sitten und Gemüthei gehabt„haben, gewisse unaustilgbare Züge, worauf sich„die vaterländische Individualität der Eingebornen„grundet.“ Euphorm. Satyr. I. c. C. 2. pag. 287.
Druckschrift
Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
Entstehung
Seite
107
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten