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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
Entstehung
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84sollen. Weil also ein Gesetzgeber nicht einmalVernunftgründe, geschweige Gewaltmittel, inAnwendung bringen kann: so ist er genöthigt,ſich eines Anſehens andrer Art zu bedienen, dasohne Gewalt zwingen, und überreden kann, ohnezu überzeugen.Dies ist die Ursache, welche zu allen Zeitendie Vaͤter der Voͤlkerschaften veranlaßt hat, zurDazwiſchenkunft des Himmels ihre Zuflucht zunehmen, und ihrer Weisheit Ehre den Götternangedeihen zu lassen; damit die Völker den Ge-setzen des Staates, gleich denen der Natur,unterwürfig würden, und dieselbe Allmacht inder Bildung des Staates, so wie in der Bildungdes Menschen anerkennend aus freyen Stückengehorchten, und das Joch der öffentlichen Be-glückung mit gelehriger Ergebung trügen.Diese über den Gesichtskreis gemeiner Sterb-lichen erhabene Vernunft diese ist es, derenEntscheidungen der Gesetzgeber in den Mund derUnsterblichen legt, um durch den sanften Wahneiner ordnenden Gottheit Menschen zu bewegen,deren Inneres durch alle menschliche Weisheitnicht zu erschüttern wäre (*). Aber es ziemt(*)Es gab, sagt Machiavell, noch in keinem Volkeeinen berühmten Gesetzgeber, der nicht zum Aller-höchsten seine Zuflucht genommen hätte, weil seine