Des eignen leibes glut und gold zu schürfen
Grausamer unersättlicher für dich
Und deine blonde zottige löwenbrut?
Dankst du mir so mit neuem rätselspruch ?
»Wer dankte dir und hiess dich schenker als
Du selbst« erwiderte der wolkenmund,
»Du weisst warum — und birgst dein letztes scherflein
So ängstlich in der falte trotzigen eigensinns
Als könntest du verarmen wenn du gibst
Was mir gehört. Mir dienen schätze nicht
Die du vergabst wenn du nicht willig bringst
Was Mein recht und Mein heiliges teil an dir.«
Du listiger gott, rief lachend der empörer,
Versteh ich dich ? Du forderst mehr als mich:
Willst meinen höchsten schaurigsten gedanken
Mein sein in ewiger Wiederkehr zum opfer ?
Ich werde kehren, werde sein trotz deiner,
Ergib dich mir dass du in mir erscheinst
Und wir Ein gott hier ewig uns vermählen...
Du grollst und weigerst? Sieh ich reiss die schleier
Von deiner nackten Schönheit: werde mein
In dieser brautnacht die mein dürsten kühlt! —
Und mit gekrampften händen griff der kühne
Ins wolkenkleid, da fiel ein blitz und strich
Dem übermütigen mit feuerfingern
Fast liebend über die entflammte stirn:
Im donner brach sein furchtbar staunend äuge.
Kein tropfen fiel, die wölken zogen schwer
Nach norden, hingen sich wie kinder an
Die steinern aufgetürmte brüst der erde
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