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enthalten ist, also die ganze unter ihm stehende Gattungoder Art von Dingen, in unserem Beispiele somit alle Men-schen, d. i. alle vernünftigen, freien und sich selbst vervoll-kommendcn Wesen, heißen seine Inh älter, sein Um-fang, sein Gebiet, wol auch bisweilen die Sfäredesselben.
Der Inhalt des Gemeinbegriffes steht mit seinem Um-fange jedesmal in verkehrtem Verhältnisse, das heißt: Jegroßer der Inhalt, die Zal der im Gemeinbegriff ent-haltenen Merkmale, desto kleiner ist die Menge der unterihm stehenden Vorstellungen oder Objekte; je kleiner dage-gen der Inhalt oder die , Menge der Bestimmungen einesabstrakten Begriffes ist, desto größer wird sein Umfang,desto weiter sein Gebiet, desto bedeutender die Zal der Ob-jekte sein, von welchen er das erste Element, den Stammoder Kern ausmacht. Dies Verhalten der Dinge rühretdaher, weil bei der Abstraktion und dem aufsteigenden Bil-dungsgänge immer mehr und mehr Charaktere der ver-glichenen Gegenstände weggelassen, bei der Combination unddem absteigenden Schritte aber immer neue Merkmale zumGemeinbegriff zugesezt werden, sodaß der höhere Gebieterimmer weniger, der untergebene Diener dagegen immermehr Vorstellungen in sich begreifen wird. Sage ich z. B.Die bildende Kunst ist der harmonische Inbegriff mehrerFertigkeiten, das Schöne in sichtbaren Gestalten darzustellen;die sprechende Kunst dagegen ist der harmonische Inbegriffmehrer Fertigkeiten, das Schöne in hörbaren Lauten auszu-drüken; so haben meine Gemeinbegriffc »bildende Kunst«und »sprechende Kunst« noch eine Menge von Merkmalen insich, oder was dasselbe ist, ihr Inhalt ist noch groß. Sageist aber jezt: Freie Kunst ist der harmonische Inbegriffmehrer Fertigkeiten, das Schöne darzustellen, so ist dieseallgemeine Notion »freie Kunst« schon weit einfacher, hatschon weniger Charaktere in sich, als die beiden vorhergehen-den Norionen der bildenden Kunst und der sprechenden Kunst,