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Die Grafen von Manderscheid : ein Sang von der Eifel
Entstehung
Seite
69
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„Ja, ich wählte", sagt Luitgarde,

Fest ins Aug' dem Vater blickend,

„Und ich werd' ihm Treue halten,

Wie ich ihm es zugeschworen!

Hugo lieb' ich, der als Knappe

Aus der Oberburg jetzt weilet — — —"

Wie wenn die Tarantel mit demGist'gen Stich ihn hätt' verwundet,

Ist Graf Richard aufgesprungen:„Hugo!? Hab' ich recht gehört, einKnappe ist Dein Buhle!? Ha, beiGott, das soll er mit dem LebenMir bezahlen! Feiger Bursche,

Werd' Dich lehren mit der PeitscheIn der Hand, wie man GesellenDeiner Art behandeln muß. —

Schweig und gehe in Dein ZimmerUnd nicht eher laß Dich wiederHier vor meinen Augen sehen,

Als bis ich Dich rufen lasse!

Lieber sollst in KerkermauernDu Dein junges Leben enden,

Als mit solcher Schmach und SchandeMeines Hauses Ehr' beflecken!

Geh!!!" —