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Der Renommist : ein scherzhaftes Heldengedicht
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Groß durch die Musen Prangt, und durch den Handel steiget.Lon der nahm Raufbold schon der Thiirme Spitzen wahr.Schornsteine schimmerten, gleich weißer Lämmer Schaar;Die Pracht kam nach und nach von einzeln' Häusern nahe,Bis er zuletzt die Stadt in vollem Glanze sähe.

Ein Spornstich und ein Fluch beflügelten sein Roß.

Der großen Peitsche Knall, und mancher Rippenstoß,

Jagt es mit Schäumen fort, und fast im AugenblickeFliehn ganze Gegenden im schnellen Laus zurllcke.

Es war ein Jenisch Pferd, es flog mehr, als es lief.

Ihm war kein Berg zu hoch, kein Graben war zu tief,

Es sprengt ihn muthig durch; im Laufen und im Setzen,Erfüllt es Wink und Ruf, dem Reiter zum Ergötzen.

Es hieß Kalmuck, und ward in Jena sehr verehrt.

Es nährte sich auch nicht, wie ein gemeines Pferd,

Mit Hafer und mit Heu; nach seinem schnellen LaufenVerlangt es Bier und Brod, und konnte Branntwein saufen.Sechs Meilen war es schon im schnellen Trott gereimt;Die Mähne flatterte, vom Südwind oft zertrennt;

Es wieherte vor Lust, als es in seinem TrabenAuf einmal stutzig wird. Es setzt durch Busch und Graben,Schlägt brausend hinten aus; ein weißer dicker SchaumBedeckt in seiner Angst den alten rochen Zaum,

Und schnaubend steht es still. Halt, Raufbold, laß es stehen!Die Pferde sehen oft, was keine Menschen sehen!

Es steht ein Geist vor ihm, von gnomischer Natur,

Der Renommisten Schutz, sein Name war Pandur.

Er flog oft über ihm mit schwarz berußten Schwingen,Und stärkte seinen Muth beim Anblick scharfer Klingen.

Da er aus Jena ging, hatt' er die dünne LuftUm ihn herum verdickt in einen dunklen Duft;