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Der Renommist : ein scherzhaftes Heldengedicht
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Fünfter Gesang.

Aas wicht'ge L'hombrespiel war jetzt nicht wichtig g'nug.Sylvan verstellte sich, Selmde merkt Betrug;

Die Schlachtordnung hört auf; eS fielen ungerochenDie L'hombrekvnige, von Freundes Sckwert durchstochen.Spadille saß verzagt in schandewerther Ruh,

Und als ein Dmmnkopf gab Sylvan die Basta zu.Selinde sieht erstaunt den Stutzer Fehler machen;

Der Argwohn und die Furcht für feine Ruh' erwachen;Das Spiel hört plötzlich auf, daß durch des Schicksals SchlagDer König und der Sklav' vermischt zusammen lag.

So liegt im weiten Thal des Todes bei einanderDer Räuber und der Held, Cartouche und Alexander.Selindens trüber Blick spricht Unzufriedenheit,

Und Alles eilet fort vor der bestimmten Zeit.

Sylvan nimmt seinen Hut und will sich ihr empfehlen!Grausamer (sagte sie), du willst es mir verhehlen,

Was deinen freien Blick in Unordnung gebracht?

Sprich, ist es nicht der Brief, der dich verwirrt gemacht!Der Stutzer wird bestürzt; ja (sagt er), deinetwegenZieh' ich mit tapfrer Faust den sieggewohnten Degen.

Der Brief war ein Cartell; der wilde Renommist,Glaubt, daß ein Leipziger ein Bärenhäuter ist;

Doch, Schöne, da ich jetzt für deine Schönheit streite,

So ist auch schon der Sieg mit Lorbeer» mir zur Seite.Selinde, die erblaßt in ihren Lehnstuhl sinkt,

Und in dem bitteru Schmerz gesalzne Thronen trinkt,