Erster Gesang.
Aen Helden singt mein Lied, den Degen, Muth und Schlacht,In Jena fürchterlich, in Leipzig frech gemacht,
Der oft im Zorn allein ein ganzes Heer bekriegte,
Als Held aus Jena ging, doch nicht in Leipzig siegte.
Ich singe, wie sein Muth so manchen Feind bekämpft,
Und wie sein Siegesschwert des Stutzers Stolz gedämpft.Mod' und Galanterie eröffnen ihm vergebensDie blumenvolle Bahn des sanftern Musenlebens;Umsonst gebraucht Roman der Liebe ganze List;
Gelinde strahlt umsonst, er bleibt ein Renommist:Bewundernswertst im Sieg, und groß auch noch im Falle,Verläßt er Leipzigs Zwang, und rettet sich nach Halle.
Wirf einen Blick aus mich, o Göttin Schlägerei,
Damit mein Heldenlied des Helden würdig seilLaß in dein Heiligthum die scheue Muse sehen,
Und laß sie den Gebrauch der Jen'schen Welt verstehen;Daß sie die Sprache saht, die der Student nur spricht,Und nie entweihet ward vom komischen Gedicht.
Des Phöbus Wagen lief den Sonnenweg herab.
Mit Keichen stolperte der Pferde müder Trab;
Doch jagten sie zuletzt, den Weg sich zu verkürzen,
Daß Thetis zitterte, ihr Phöbus möchte stürzen:
Als auf dem müden Gaul, ein Jenischer StudentIm stolpernden Galopp durch bunte Wiesen rennt,
Und oft voll innrer Angst, die nie Philistern traute,Zurück nach Gläubigern, die folgen könnten, schaute.
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