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ihm und dem Könige zerstört habe. Der Clerus wies auf seinerVersammlung jede Gemeinschaft mit dem Minister zurück, dieTruppen wurden unzuverlässig, viele Officiere nahmen ihre Ent-lassung, und vergebens füllte man die Bastille.
Schon im August gab der rathlose König nach, suspendirteden neu gebildeten Hof und berief für den ersten Mai des folgendenJahres die Reichsstände nach Versailles.
„Die ganze Nation würde in Feuer gerathen, und wennsich die Nothwendigkeit ergäbe, die Reichsstände zu versam-meln, würden diese nicht vergebens zusammentreten. Man nehmesich in Acht, die Sache würde sehr ernst werden: quod Deusavertat!“ So hatte schon viele Jahre zuvor der scharfblickended’Argenson geschrieben 1 ), und nun erfüllte sich seine Voraus-sicht. Die Revolution war hereingebrochen, und die Hauptver-anlassung dazu war das ohnmächtige, selbstsüchtige Königthum,das in seiner Allmacht so schwach und hilflos geworden war.Angesichts solcher Entwicklung, die keine anderen Männer andie Spitze der Geschäfte gelangen liess, und darum ein fast un-abwendbares schweres Geschick über Frankreich brachte, darfman wohl an des alten griechischen Dichters Wort erinnern, dervon den Eumeniden sagt:
Doch wen ihr Groll
Schwerlastend ereilt, nicht weiss er, woherIhn trafen die Schläge des Lebens.
Denn die Sünde, ererbt von den Vätern, sie treibtIhn den Schrecklichen zu, und so laut er auch prahltStumm fasst ihn der Fluch,
Und zermalmt ihn feindlichen Grimmes 2 ).
Schon Baco von Verulam hat gesagt, dass ein Mann, derdie einzige Ziffer unter lauter Nullen sein will, das Verderbenseines Zeitalters werde. Das Wort erwies sich auch bei demfranzösischen Königthume als wahr. Die Geschichte der Bour-bonen muthet uns an wie eine Tragödie, in der ein grosses Ge-schlecht zu Glück und Glanz aufsteigt, aber von Uebermuth ver-
*) d’Argenson, t. VI. 320, 465. t. VII. 23.
2 ) Aeschylus, Eumeniden v. 887 ff.