Mein Moselthal.
f ch kenn’ ein Thal in deutschen Gau’n,Gar herrlich ist es anzuschau’nIm Schmucke grüner Rebenhöhn,Worüber stolze Burgen steh'n.
Da weil ich gern, ja da alleinFand ich den allerbesten Wein.
Ein Wein so duftig und so mild,
Der jedes Zechers Sehnsucht stillt,
Die Freude weckt in jeder Brust.
Das Herz erfüllt mit Jugendlust.
Da weil ich gern und nicht allein,
Ich sitz’ mit Freunden dort beim Wein.
Und sinnend schaut ich oft umherWas eigentlich die Ursach’ war’,
Dass nirgends in der weiten Welt,
Ein Wein wie dieser mir gefällt;
Der so erfreuet Herz und MundUnd mich erhält frisch und gesund.
Ich zog hinaus beim MorgengraunDie Rebenhügel anzuschau’n.Durchwandert’ sie bergab, bergauf,Bedächt’gen Schritts und oft im Lauf;
Die Reben werden so gebaut,
Wie anderwärts ich’s auch geschaut.